Samstag 28. Januar 2017



Zu Gast bei den Kameradinnen und Kameraden

Unbenannt-4Unbenannt-2Am 26. Januar fand vor der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung die traditionelle Feierstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Zuvor hatte der Vorstand der BVV die Kameradinnen und Kameraden der „Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)“ in die  „Konditorei Engel“ eingeladen. Die Vorsteherin, Kathrin Bernikas, eröffnete die Feier und begrüßte zahlreiche Überlebende der Naziterrors. Alle Fraktionen waren zur Feier gekommen. Der Marzahner Betreuer der Kameradinnen und Kameraden, Max Putziger, hielt eine, auch auf die Probleme der Gegenwart weisende Rede. Der 1937 in der Emigration geborene Max Putziger, unterhielt sich eingehend mit Ulrich Brettin und erzählte von seinem interessanten Schicksal. Auch der nun fast 90 Jahre alte Gerhart Hehnert war gekommen. Wir berichteten bereits vor einiger Zeit von seinem Leben. Mit 16 Jahren musste er als „Halbjude“ in einem Kalkbergwerk in Meißen unter furchtbaren Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Umso erfreulicher, dass er sich bester Gesundheit erfreut. Die Anwesenden nutzten die Zeit des Zusammenseins, um mehr voneinander zu erfahren. Mögen die wenigen Zeitzeugen ihr Wissen an uns weitergeben und so die Erinnerungskultur bereichern.