Donnerstag 18. August 2016



Wahlforum des Deutschen Gewerkschaftsbundes

DSC08992Am 17. August 2016 fand im Stadtteilzentrum, in der Marzahner Promenade 38, ein Wahlforum statt. Eingeladen hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund. Die Begrüßung übernahm die Kreisvorsitzende des DGB, Dagmar Pötsch. Danach nahmen ein junger Gewerkschaftsvertreter und eine ebenso junge Gewerkschaftsvertreterin die Moderation auf. Sie hatten einen Fragenkatalog mitgebracht, der durchaus und mit Recht, gewerkschaftliche Themen beinhaltete. Diesen Fragen mussten sich die Vertreter und Vertreterinnen der Parteien stellen. Vor Ort waren Kandidaten und Kandidatinnen der CDU, der FDP, der Bündnis90-Die Grünen, der Partei „Die Linke“ und Ulrich Brettin für die SPD. Eindeutig positionierte sich Ulrich Brettin, der Jahre lang Betriebsrat war und aktives Gewerkschaftsmitglied ist, gegen prekäre Beschäftigung, Leiharbeit und Privatisierungen. Er steht nicht nur für die Rekommunalisierung der Betriebe der Daseinsvorsorge. Dazu gehören die Versorgung der Menschen mit Wasser, Energie usw. Auch soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen sollten in kommunaler Hand bleiben. Insbesondere geht es ihm dabei um die Mitarbeiter, deren Beschäftigungsverhältnisse sich bei privaten Trägern in der Regel verschlechtern. Mit dieser eindeutigen Meinung überzeugte er, im Gegensatz zu den meisten Vertreterinnen und Vertreter der anderen Parteien. Auch sein Hinweis auf eine Frage aus dem Publikum ist erwähnenswert. Dabei ging es um notwendige Fachkräfte für unseren Bezirk. Ulrich Brettin berichtete von dem, von Stefan Komoß im Jahr 2012 ins Leben gerufenen Masterplan „Arbeit und Ausbildung für Alle Jugendlichen in Marzahn-Hellersdorf“. Dieser Masterplan, der nun von der vom DGB initiierten „Jugendberufsagentur“ abgelöst wurde, war ein voller Erfolg. Marzahn-Hellersdorf, einst ein Bezirk mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, hat nun den geringsten Anteil  von Jugendlichen ohne Beschäftigung. Ein wichtiger Punkt war auch die chronische Unterbesetzung von Stellen in den Ämtern. Ulrich Brettin vertrat die Meinung, dass die Bezirke wesentlich mehr Verantwortung vom Senat übertragen bekommen müssen. Nur so können Einsparungsvorgaben von „oben“ relativiert werden. Eine sehr interessante und auch kontroverse Veranstaltung ging nach über zwei Stunden zu Ende.