Dienstag 14. Juni 2016



80. Jahrestag der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma

DSC08479Am Sonntag den 12. Juni trafen sich zahlreiche Menschen im Don-Bosco-Zentrum am Otto-Rosenberg-Platz. Dort begann um 12:30 Uhr die Gedenkveranstaltung für die vor 80 Jahren verschleppten Sinti und Roma. Im Juni 1936 wurden die ersten Sinti und Roma aus Berlin ins „Zigeunerlager Marzahn“ gebracht. Man wollte anlässlich der Olympiade 1936 keine „Zigeuner“ in Berlin haben. Im Lager Marzahn wurden im Laufe der Zeit tausende Sinti und Roma interniert, zur Zwangsarbeit gezwungen und später in Auschwitz ermordet. Petra Rosenberg, die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, begrüßte die Anwesenden und erinnerte an das Geschehene. Neben anderen hochrangigen Gästen hielt auch unser Bezirksbürgermeister, Stefan Komoß, eine einfühlungsvolle Rede. Das „Duo Romenca“ sorgte für eine feierliche, musikalische Begleitung der Feierlichkeiten. Die Gedenkrede hielt Dr. Hans Coppi, Vorsitzender der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes–Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Auch er schlug eine Brücke von den damaligen Ereignissen zu den Gefahren der  Gegenwart. Eine Lesung aus den Erinnerungen von Verfolgten, vorgetragen von Schülerinnen und Schülern, rundete die Veranstaltung ab. Dann ging es vom Don-Bosco-Zentrum auf dem „Gang des Gedenkens“ zum Gedenkstein für die Opfer des Zwangslagers auf dem Parkfriedhof Marzahn. Dort sprach Pater Albert Krottenthaler, Pfarrer und Direktor des Don-Bosco-Zentrums, am Gedenkstein ein Gebet für die Ermordeten. Von der SPD Marzahn-Hellersdorf waren zahlreiche Genossinnen und Genossen vor Ort. Klaus Mätz vertrat den BVV-Vorstand und Ulrich Brettin die Fraktion der SPD in der BVV Marzahn-Hellersdorf. Viele Kränze wurden niedergelegt und im stillen Gedenken einige Minuten verharrt. Nach einem Empfang im Don-Bosco-Zentrum fand die Gedenkveranstaltung ihr Ende.