Mittwoch 25. November 2015



Gewalt kommt nicht in die Tüte

 

Seit einigen Jahren erinnert der Bezirk an die oft verschwiegene häusliche Gewalt. Es ist mittlerweile eine gute Tradition auch in Marzahn-Hellersdorf, auf häusliche Gewalt hinzuweisen. Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ fanden am 25. November in den Backshops des Discounters Kaiser´s zahlreiche Aktionen statt, so auch in der Neuen Grottkauer Straße und am Helene-Weigel-Platz. In der Neuen Grottkauer Straße standen unser Bürgermeister, Stefan Komoß, Klaus Mätz und Ulrich Brettin, hinter dem Tresen. Viele weitere Kommunalpolitiker des Bezirkes und Vertreter verschiedener Einrichtungen  waren ebenfalls anwesend. Die Backwaren wurden in Tüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ überreicht. Auf einem Tisch waren „Ratgeber“ und zum Thema passende Publikationen sowie Infomaterial ausgelegt. Am Infostand wurde lebhaft mit den fachkundigen Sozialarbeiterinnen der Ansprechstellen diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist, als die gemeldeten Gewaltübergriffe. Opfer sind in der Regel Frauen und Mädchen, aber auch Männer. Diese zeigen die Übergriffe selten an, da ihnen dabei ihr männliches Verhaltensmuster im Wege steht. Deutlich schwerer sind aber die Verletzungen, die den Frauen von Männern zugefügt werden. Oftmals kommen Betroffene ohne die Hilfsangebote nicht aus ihrer Situation heraus. Die im oben bereits erwähnten „Ratgeber“ aufgeführten Ansprechpartnerinnen können dabei helfen. In dem Ratgeber sind außerdem Kontaktdaten der zuständigen Ämter, verschiedener Träger, vom Quartiersmanagement und der Polizei aufgelistet. Also: „Augen auf!“, schauen wir nicht weg.