Montag 11. Mai 2015



Sicherheit im Wohn- und Geschäftsumfeld Arbeitstreffen lokaler und regionaler Akteure und Entscheider

Der Leiter des Polizeiabschnitts 62, Polizeidirektor Dr. Jörg Zähler, lud am 06. Mai 2015 zu einer Veranstaltung zum Thema „Sicherheit im Wohn- und Geschäftsumfeld“ in die Jugendfreizeiteinrichtung „IMPULS“ in der Rudolf-Leonhard-Straße 2 ein. Herr Boussel, der Präventionsbeamte der Polizei für unseren Bezirk, begann mit einer interessanten Statistik zur Kriminalität im Wohngebiet. Er berichtete vom Anstieg bestimmter Delikte. Dazu gehören Einbrüche in Einfamilienhäuser, Kellereinbrüche, KFZ-Diebstähle und der illegale Zigarettenhandel. Erfreulicherweise nehmen andere Straftaten etwas ab. So ist bei Wohnungseinbrüchen, Körperverletzungen und häuslicher Gewalt ein Abwärtstrend zu bemerken. Danach berichtete die Architektin und Mitarbeiterin des Landeskriminalamtes, Frau Hermannsdorfer, über die Zusammenhänge zwischen Kriminalität und baulichem Umfeld. In ihrem Vortrag „Städtebauliche Kriminalitätsprävention“ wurde dieses Problem deutlich. Dabei ging es besonders um verwahrloste und uneinsehbare Plätze und Ecken, die Treff- und Ausgangspunkt für Kriminelle werden könnten. Man sollte versuchen, rechtzeitig, also präventiv, dafür zu sorgen, dass solche Stellen nicht dem Sozialraum der Bürgerinnen und Bürger verloren gehen. Als dritter Referent war der Kriminalhauptkommissar von Strünck von der „Beratungsstelle Einbruchsschutz“ gekommen. In seinen Ausführungen informierte er über Gefahrenquellen und wirksame Schutzmöglichkeiten. Nach den Vorträgen wurden Fragen gestellt und von den Referenten kompetent beantwortet. Von den Kommunalpolitikern des Bezirkes waren nur je ein Mitglied der „Linksfraktion“ und der SPD-Fraktion, Ulrich Brettin, gekommen. Nach den Vorträgen begann erst die langanhaltende Ortsbegehung aller Teilnehmer. Auch der zuständige Beamte für die Verkehrslenkung im Bezirk, Herr Blauhut, begleitete uns. Aus seiner fachlichen Sicht bemängelte er die Vielzahl der BVV-Anträge zu Verkehrsberuhigungen. Während der Begehung konnten viele praktische Beispiele aus den zuvor gehörten Vorträgen entdeckt werden. Die besagten „Ecken“ der Verwahrlosung wurden gefunden. Unzureichende Beleuchtungen und fehlende Barrierefreiheit fördern ebenfalls die Kriminalität. Auch Herr Strünck zeigte uns an vielen Beispielen die Notwendigkeit einer Beratung. Dazu gehörten angekippte Fenster, ungesicherte Türen oder auch durch Pflanzenbewuchs uneinsehbare Balkone. Der Weg führte auch zur neuen Flüchtlingsunterkunft in der Schönnagelstraße, deren erste Container bereits stehen. Nach etwa drei Stunden endete die Veranstaltung wieder in den Räumen des „IMPULS“, bei dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wir uns herzlich für die Gastfreundschaft bedanken!