Samstag 27. Januar 2018


Gedenken an der Stele

Unbenannt-4Unbenannt-1Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es in Marzahn etwa 1400 Zwangsarbeiter. Trotzdem und leider, sind uns nur 20 Namen der Opfer bekannt. Es sind die Namen der Zwangsarbeiterinnen, die im September 1943 während der Bombardierung, im Alter zwischen 14 und 21 Jahren, starben. Ihnen wurde der Zutritt zum Luftschutzbunker verwehrt. Herr Dahler eröffnete im Namen der Bezirksverordnetenversammlung die Feierstunde vor der Gedenkstele zu Ehren der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Danach sprach der Organisator der Veranstaltung und Vorsitzende des Marzahner Heimatvereins, Wolfgang Brauer. Die Bezirksbürgermeisterin, Dagmar Pohle, erinnerte in ihrer anschließenden Rede an die Verpflichtung die wir alle haben, um ähnliches Unheil zu verhindern. Sie erinnerte auch an die am Donnerstag in der BVV stattgefundene Gedenkveranstaltung zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Viele Menschen waren gekommen. Darunter Vertreter der Republik Belarus, der Botschaft der Russischen Föderation, der Botschaft der USA, sowie zahlreiche Mandatsträger des Bundestages, des Abgeordnetenhauses von Berlin und dem Bezirksparlament. Von unserer SPD waren unser Stadtrat Gordon Lemm, Christiane Uhlich, Klaus Mätz, Paul Kneffel, Ulrich Brettin und André Gaedecke mit dabei.

 


Sonntag 24. Dezember 2017


Weihnachtsfeier im M3

DSC01642UlliÜber einhundert Gäste waren gekommen, sodass man durchaus von einer großen Weihnachtsfeier sprechen kann. Unsere SPD-Fraktion war vor Ort, um die Kinder mit einem „Schokoladenbeutel“ zu beschenken. Die Mitarbeiter des „Haus der Begegnung M3 e.V.“ hatte das Ereignis hervorragend vorbereitet und für eine weihnachtliche Stimmung gesorgt. Nach Petra Pau und Manuela Schmidt, ergriff unser Jugendstadtrat, Gordon Lemm, das Wort. Er konnte die erfreuliche Nachricht überbringen, dass die finanziellen Mittel für das Jahr 2018 vorhanden sind und das M3 die Arbeitsverträge für die Mitarbeiter abschließen kann. Als Dankeschön für unser Engagement erhielt unser Fraktionsvorsitzender, Ulrich Brettin, einen Gutschein vom Vorsitzenden des Vereins, Stephan Fischer. Dieser ermöglicht die Nutzung des „Kiezmobil“ für eine unserer Veranstaltungen.  Ein umfangreiches Kulturprogramm folgte. Insbesondere die Darbietungen der Kleinsten erzeugten viel Freude. In liebevoll hergestellten Kostümen führten sie russische Tänze auf. Auch eine Bauchtanzgruppe, ein Kampfsportverein sowie die Laiendancer waren mit von der Partie. Nach dem Singen von Weihnachtsliedern und einem Wissensquiz folgte die Bescherung. Alle Kinder bekamen ein Geschenk und natürlich unseren Weihnachtsbeutel. Ein Büfett und Getränke bereicherten die gemütliche Feier. Viele Kinder und wir verbrachten schöne Stunden im M3. Dank an Herrn Fischer und seinem Team für die Einladung!


Mittwoch 20. Dezember 2017


Zu Gast im „Kinderkeller“

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Am Montag, den 18. Dezember fand im Kinderkeller, eine Weihnachtsfeier statt. Deshalb beschloss die Fraktion, mit kleinen Geschenken dabei zu sein. Der Kinderkeller leistet seit Jahren eine sehr gute Arbeit, zum Wohl der dort lebenden Kinder.  Marina, die Leiterin der Einrichtung begrüßte uns sehr herzlich und hatte wie an jedem Montag auch Flüchtlingskinder eingeladen. Gemeinsam sangen wir Weihnachtslieder und hörten Gedichte. Die Kinder aus Afghanistan, den Irak und anderen Ländern übertrafen sich geradezu dabei und hatten unsere Sprache perfekt gelernt. Dann übergaben wir unsere „Weihnachtsbeutel“ und erzeugten große Freude. Mit dabei waren Marlitt Köhnke, Paul Kneffel und Ulrich Brettin. Ein schöner Nachmittag für die Kinder und uns ging viel zu schnell vorbei!

 


Donnerstag 16. November 2017


Luise Zietz-ein Zusatzschild

luise_zietz_kachel-dataDie „Arbeitsgemeinschaft Erinnerungskultur“ und besonders ihre Sprecherin, Karin Dallhus, bemühten sich in rührigen Fleiß, das Vergessen in unserem Bezirk zu verhindern. In jüngster Zeit werden Straßennamen betrachtet und gegebenenfalls erklärende Zusatzschilder gefordert. So wurde eine Liste der infrage kommenden Straßenschilder erarbeitet. Betrachten wir bei der Fülle der Straßennamen einmal die Luise-Zietz-Straße. Fragt man die Bewohnerinnen und Bewohner nach Luise Zietz, so weiß kaum jemand, um wen es sich handelt. Dabei gibt es grade für uns Sozialdemokraten gute Gründe an Luise Zietz zu erinnern. Luise Catharina Amalie Zietz wurde am 25. März 1865 geboren und starb am 27. Januar 1922 in Berlin. Sie musste von Kindheit an schwer arbeiten. Sie verdingte sich als Dienstmädchen und Tabakarbeiterin und ließ  sich über den „Hamburger Fröbel-Verein“ zur Kindergärtnerin ausbilden. Bereits 1892 arbeitete sie in der deutschen Sozialdemokratie mit. Sie trat erstmals 1896 als Rednerin beim Hamburger Hafenarbeiterstreik auf. Durch das 1908 veränderte Reichsvereinsgesetz konnte sie offizielles Mitglied der SPD werden. Aufgrund ihrer Fähigkeiten wurde sie und Clara Zetkin in den Parteivorstand gewählt. Im Jahr 1917 gehörte Luise Zietz zu den Gründungsmitgliedern der USPD. Sie gehörte seit 1919 der Weimarer Nationalversammlung an und war danach Reichstagsabgeordnete. Nach dem sie im Reichstag  einen Ohnmachtsanfall hatte, starb sie am folgenden Tag an einem Schlaganfall. Ihr früher Tod war auch dadurch bedingt, dass sie ständig weit über ihre Kraft tätig war. So konnte ihr Leben nur kurz sein. Ihre letzte Ruhe fand sie auf der „Gedenkstätte der Sozialisten“ in Friedrichsfelde. Wir denken, dass ein Hinweisschild unter dem Straßenschild nicht nur sinnvoll ist, sondern selbstverständlich sein sollte.


Dienstag 10. Oktober 2017


Victor –Klemperer-Kolleg mit Iris Spranger

Unbenannt-1DSC05099Im Zusammenhang mit dem Stadtteiltag von Iris Spranger, wurde am 09. Oktober 2017, auch das Victor-Klemperer-Kolleg besucht. Gastgeberin war unsere stellvertretene Kreisvorsitzende und Direktorin der Kollegs, Marion Hoffmann. Sie war es auch, die die Veranstaltung sehr gut vorbereitet hatte. Neben der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft,  Sandra Scheeres, war auch unser Stadtrat,  Gordon Lemm gekommen.  Die SPD wurde durch die Anwesenheit von Klaus Mätz, und Ulrich Brettin verstärkt.  Nachdem Marion Hoffmann die Teilnehmer vorgestellt hatte,  eröffnete Iris die Veranstaltung. Sandra Scheeres nutzte die Gelegenheit, eine sehr informative Rede zu halten. Herr Wolter, ein Lehrer des Victor-Klemperer-Kollegs, stellte mit einer PowerPoint-Präsentation das Kolleg vor. Diese umfangreiche Präsentation informierte die Anwesenden über die mannigfaltigen Angebote der Einrichtung. Insbesondere die neue Technik wurde dargestellt. Dabei ging es um Smartboards, dem Apple-Kabinett, dem schnellen Internet und der neuen, ausgezeichneten Software. Auch über die vielen Arbeitsbereiche wurde berichtet. Ein großes Thema war ebenfalls die Finanzierung der Schulausstattung. In der anschließenden Diskussion kamen auch Schüler zu Wort und schilderten ihren persönlichen Weg zum und im Victor-Klemperer-Kolleg.   Ein Rundgang durch das Gebäude mit einem Abstecher in eine Klasse, beendete diese, gelungene Veranstaltung.


Mittwoch 20. September 2017


Gedenkstele am ehemaligen Friedhof der Anstalt Wuhlgarten

Unbenannt-3Am 20. September trafen wir uns an der Grünanlage gegenüber dem Buckower Ring 11. Dort wurde auf Initiative des Vereins „Wuhlgarten-Hilfsverein für psychisch Kranke e.V.“, der Interessengemeinschaft Krankenhauskirche und der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf eine Stele zum Gedenken an die Opfer eingeweiht. Bereits im Dezember 1893 erfolgten die ersten Bestattungen auf dem „Anstaltsfriedhof“. Kriegsbedingt stiegen die Sterbefälle ab 1939 stark an. Im Jahr 1936 waren 177 Beisetzungen zu verzeichnen, 1941 stieg die Zahl auf 1020 rapide an. Überwiegend Kriegsopfer, Patienten die an Infektionskrankheiten starben und Bombenopfer fanden hier ihre letzte Ruhe. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges musste der Friedhof aus Kapazitätsgründen erweitert werden. In den dann angelegten Massengräbern liegen über 3000 Tote. Darunter zivile Opfer, Soldaten, Kriegsgefangene und Verwundete, die ihren Verletzungen erlagen. Die Eröffnungsrede hielt Dr. Thomas Pfeifer, der sich aktiv an der Aufstellung der Stele beteiligte. Erwähnt werden muss auch das Engagement unserer BVV-Fraktionärin Christiane Uhlich. Sie hatte seit Jahren in der Bezirksverordnetenversammlung Anfragen und Anträge zum Thema gestellt und war auch aktiv an den Vorbereitungen der Gedenkveranstaltung beteiligt. Auch Stadträtin Frau Witt, Stadtrat Herr Martin und weitere Redner fanden Worte des Gedenkens. Unsere SPD war durch Christiane Uhlich, Paul Kneffel und Ulrich Brettin vertreten.


Freitag 1. September 2017


Was lange währt, wird gut – Lilli Grün

Unbenannt-1Unbenannt-3Am 30. August war es endlich so weit. Die jüdische Schauspielerin und Schriftstellerin, Lilli Grün, wurde durch die Benennung einer Straße in Hellersdorf geehrt. Ein entsprechender Antrag wurde von Ulrich Brettin in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf bereits im Jahr 2015 gestellt. Lilli Grün war eine österreichische Autorin und wurde in Wien im Jahr 1904 geboren. Ihr Engagement als Schauspielerin war nur teilweise erfolgreich. Nach einer Ausbildung zur Kontoristin, wendete sie sich zunehmend der Literatur zu. Bereits in den 1920er Jahren erschienen zahlreiche Arbeiten. Im Jahr 1931 entschloss sich Lilli Grün, Wien zu verlassen und nach Berlin zu gehen. Die große Arbeitslosigkeit war aber auch in Berlin vorhanden und ein Engagement als Schauspielerin zu finden, folglich schwer. Lilli Grün lebte in bitterer Armut, schrieb aber weiter an ihren Werken. Sie schloss sich dem Brücke-Kollektiv, einer Verbindung von Schauspielern und Kabarettisten, an. Dort lernte sie Ernst Busch, Hans Eisler und weitere Größen dieser Zeit kennen. Bei ihren Auftritten rezitierte sie eigene, freche Gedichte. Aufgrund ihrer Lebensumstände erkrankte Lilli Grün an Tuberkulose.  Ihre Erlebnisse im Kabarett verarbeitete sie in ihrem Roman „Alles ist Jazz“ (1933). Nach der Verschlimmerung ihres Lungenleidens kam 1935 der Roman „Loni in der Kleinstadt“ heraus. Im Jahr 1936/37 erschien ihr vermutlich letzter Roman „Junge Bürokraft übernimmt auch andere Arbeit“. Nach der Okkupation Österreichs 1938, kam auch Lilli Grün in die Mühlen des Verfolgungsapparates. Sie hatte schlagartig keine Möglichkeit mehr zu publizieren. Sie war völlig verarmt, chronisch lungenkrank und konnte somit nicht ins rettende Ausland emigrieren. Zuletzt war sie in einem Massenquartier für Jüdinnen und Juden in Wien untergebracht worden. Am 27. Mai 1942 wurde sie mit dem 23. Transport aus Wien deportiert. Noch am Tag ihrer Ankunft, am 1. Juni 1942 wurde sie im weißrussischen Maly Trostinec ermordet. Im „AVIVA Verlag“ sind Lillis Werke neu verlegt worden, darunter „Mädchenhimmel“, eine Sammlung ihrer Gedichte und Geschichten.  Die feierliche Einweihung des „Lilli-Grün-Weg“ wurde durch die Hausherrin, Frau Simone Nachkunst (interhomes AG), eröffnet. Nach einer Rede des Stadtrates, Johannes Martin, sprach Anke Heimberg zur Person Lilli Grün. Anke Heimberg ist die Biografin Lilli Grüns und hat zum Werden der Straßenbenennung aktiv beigetragen und den Kontakt mit Ulrich Brettin kontinuierlich aufrechterhalten. Auch die Verlegerin des „AVIVA-Verlages“, Frau Britta Jürgs, nahm an der Veranstaltung teil. Aus unserer Fraktion waren Klaus Mätz, Christiane Uhlich, Paul Kneffel und Ulrich Brettin gekommen. Unter den weiteren Gästen befand sich ebenfalls die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau. Nach der feierlichen Enthüllung des Straßenschildes begaben sich die Teilnehmer in das „Carola-Neher-Kulturzentrum“. Frau Heimberg und Frau Jürgs lasen aus den Werken Lilli Grüns und informierten über das Leben der Künstlerin. Dank an alle, die diese würdige Straßenbenennung ermöglichten.


Freitag 18. August 2017


Mit Gordon Lemm „one Tour“

DSC01086In der „Sommerpause“ hatte sich unser Stadtrat, Gordon Lemm, viel vorgenommen. Er besuchte fast täglich alle Jugendeinrichtungen des Bezirkes. Dabei wurde er hin und wieder von Ulrich Brettin, unserem Fraktionsvorsitzenden begleitet. So auch am 14.08.2017, als wir zu Gast in der Villa Pelikan waren. Dort wurden wir sehr herzlich begrüßt und unternahmen einen ausgiebigen Rundgang mit der Leiterin der Einrichtung. Obwohl wir die Villa schon kannten, sammelten wir viele neue Eindrücke. Die vielen Räume des Hauses waren nach den unterschiedlichen Interessengebieten aufgeteilt. Das breite Spektrum reichte von einer Schneiderwerkstatt, einer Holzwerkstatt, einen Musikraum, einer Töpferstube bis hin zu Zeichenräumen und Computerzimmern. Die Einweihung der neuen Küche stellte zweifellos ein Highlight dar. Mit viel Mühe wurde die Küche renoviert und mit viel Eigeninitiative neu gestaltet. Bei Kaffee und Kuchen fanden wir uns zum Meinungsaustauch im ebenfalls renovierten Saal ein. Dabei kam das breite Programm der Einrichtung zur SprachDSC01101e. Auch Herr Kammer von der Volkssolidarität berichtete von gemeinsamen Aktionen. So unternahm die Volkssolidarität viele Ausflüge mit den Kinder und Jugendlichen. Ein gutes Beispiel für gelebte Solidarität, auch zwischen Alt und Jung. Beim Rundgang durch den Garten erlebten wir die Proben einer Tanzgruppe, die sich auf kommende Veranstaltungen vorbereitete. Sorgen bereitet die mit Fliesen belegte Terrasse im 1. Obergeschoß. Durch Witterungseinflüsse lösten sich die Fliesen, so dass die große Terrasse für die Gäste gesperrt ist. Gordon Lemm beantwortete unzählige Fragen und hinterließ augenscheinlich einen sehr guten Eindruck. Zu loben ist sein Engagement, persönlich alle Jugendeinrichtungen kennenzulernen.


Samstag 17. Juni 2017


DGB hat gewählt

1. WahlAm 13. Juni fanden  die Wahlen des Kreisvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für di Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg statt. In den Räumen des Ver.di-Kitz, in der Mehrower Allee trafen sich die Kandidaten und die Wahlberechtigten der Einzelgewerkschaften um einen neuen Kreisvorstand zu wählen. Ulrich Brettin vertrat die Eisenbahnverkehrsgewerkschaft (EVG) mit seiner Stimme. Für den Vorsitz kandidierte Dagmar Poetsch, die dieses Amt sein vielen Jahren innehatte. Somit konnte sie auch diesmal die meisten Stimmen erringen. Herzlichen Glückwunsch! Bei der Wahl der/des Vertreterin/Vertreter, gab es eine Kampfkandidatur zwischen Evelyn Berger und unserem Genossen Wolfhart Ulbrich (Ulli). Dabei konnte sich Wolfhart Ulbrich durchsetzen. Evelyn Berger kandidierte als Schriftführerin und wurde einstimmig gewählt. Wir beglückwünschen alle Gewählten und sind von einer erfolgreichen Arbeit überzeugt.


Samstag 20. Mai 2017


Jeder Stein ein Schicksal

DSC00807DSC00823Gern folgte die Abteilung IV, wie auch unsere SPD-Fraktion, den Aufruf verschiedener Institutionen, an der Putzaktion der Stolpersteine im Bezirk teilzunehmen. Auch unser Kreisvorstand hatte dazu aufgerufen und das nötige Werkzeug bereitgestellt. So trafen sich Sarah Enders, Jenny Hübner, Enrico Bloch, Paul Kneffel und Ulrich Brettin im Mädewalder Weg 37. Mit dem Reinigen der Gedenksteine von Else und Ilse Fischel begann unsere Aktion. Von dort aus fuhren wir weiter und reinigten noch mehre Steine. Einige von uns waren bereits bei der Verlegung der Stolpersteine zugegen gewesen und wissen etwas über das Schicksal der Opfer. So auch bei Emilie und Emil Roth, deren Steine in der Hannsdorfer Straße 8 liegen. Dort ist ebenfalls ein weiterer Stein für Hedwig Mentzen verlegt worden. Das sogenannte Judenhaus war die letzte Bleibe mehrerer jüdischer Mitbürger, die vorher aus ihren Wohnungen vertrieben wurden und dann von dort aus deportiert wurden. Das persönliche Schicksal der einzelnen Menschen berührte uns tief. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an sie zu bewahren.


Freitag 24. März 2017


Dem Vergessen entrissen

DSC00567DSC00555Meine Mutter erzählte mir von jüdischen Nachbarn und deren Schicksal. Besonders betroffen machte mich die Geschichte der Geschwister Margot und Dora. Diese beiden „Halbjüdinnen“ wohnten im Nebenhaus, der Prenzlauer Promenade 178, in Pankow. Sie wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet. Ende Februar 1943 saß die „arische“ Großmutter, Marie Vandamme, auf der Schwelle des Hauses Prenzlauer Promenade 178 und weinte bitterlich. Sie erzählte meiner Mutter, dass ihre Enkel von der Arbeitsstelle abgeholt wurden. Margot, die am 22.09.1923 geboren war, musste in der Firma „Kurt Seidel“ in der Bülowstraße 66 arbeiten. Dora wurde am 23.12.1927 geboren und war bei „Zeiss Ikon“ in Zehlendorf beschäftigt. Sie kamen nie wieder zurück. So versuchte ich lange Zeit vergeblich, nach den Vandamme-Kindern zu recherchieren. Eines Tages kaufte ich mir das Buch „Jüdische Lebenswege“, der kürzlich verstorbenen Autorin Inge Lammel. Es beschreibt das Leben jüdischer Familien in Berlin Pankow. In der „Opferliste“ des Buches fand ich Margot und Dora, aus der Prenzlauer Promenade 178, allerdings unter dem Nachnamen Binasch und auch das Datum der Deportation. Beide Mädchen wurden mit dem 34. Osttransport, am 04.03.1943 nach Auschwitz gebracht und wenig später ermordet. Bei der Sichtung der Transportliste wurde auch die Irritation um die Namen Vandamme und Binasch geklärt. Dort steht unter dem Eintrag der Wohnadresse die Prenzlauer Promenade 178 und der Hinweis, bei Vandamme. Margot und Dora wohnten bei ihrer „arischen“ Großmutter, Marie Vandamme. Nun hatte ich genug Informationen, um zwei Stolpersteine zu initiieren. Ich suchte Hilfe und fand sie. Karin Dalhus, vom VVN-BdA, stellte einen Kontakt zur Stolpersteingruppe in Pankow her. Der Leiter dieser Gruppe, Herr Hochhuth, forschte auch und lud mich zu einer Sitzung der Stolpersteingruppe ein. Auch Dagmar Poetzsch, die Vorsitzende des DGB in Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf, beteiligte sich aktiv. Sie fand in einem Archiv die bisher einzigen schriftlichen Unterlagen, die mit Margot und Dora in Verbindung stehen. Es sind die „Vermögenserklärungen“ der beiden Mädchen vom 27. Und 28. Februar 1943. Daraus geht hervor, dass sie nichts besaßen, außer ihrer Kleidung. Besonders anrührend sind die jeweiligen Unterschriften von Margot und Dora. Sie mussten mit dem zusätzlichen Vornamen „Sara“ unterschreiben. Am 22. März 2017 war es dann so weit. Vor der Prenzlauer Promenade 178 wurden zwei Gedenksteine für Margot und Dora verlegt. Dort konnte ich auch einige Worte an die Gäste richten und übernahm gern die Finanzierung eines Stolpersteins. Ich freue mich über den Erfolg aller Bemühungen. Nie wieder darf das unbegreifliche geschehen. Eine ausgeprägte Erinnerungskultur ist wichtiger denn je.


Freitag 10. Februar 2017


SPD beim Tet-Fest

DSC00381Wir folgten am 04. Februar 2017 der Einladung des Vereins „Reistrommel e.V.“ in die Coswiger Straße 5, um das traditionelle vietnamesische Neujahrsfest (Tet-Fest) mitzuerleben. Seit nunmehr 30 Jahren existiert das Zentrum und pflegt die vietnamesische Kultur. Zum breiten Angebot gehören auch zahlreiche Weiterbildungs- und Integrationsangebote. Die damalige Gründerin und heutige Geschäftsführerin, Tamara Hentschel, begrüßte uns sehr herzlich. Sie ermöglichte uns auch eine Sitzgelegenheit im total übervollen Raum. Viele Gäste aus Politik und anderen Einrichtungen waren gekommen. Neben der Kulturstadträtin, Juliane Witt, war unsere SPD stark vertreten. Klaus Mätz, Marlitt Köhnke, André Gaedecke, Bilgin Lutzke und Ulrich Brettin genossen die Darbietungen. Wie auch in den vergangenen Jahren, hatten sich die Gastgeber sehr gut vorbereitet und überzeugten uns mit einem ca. 2,5 Stunden dauernden Kulturprogramm. Besonders die Frauen und Kinder zeigten Gesangs- und Tanzdarbietungen. Schon die Kleinsten hatten ihren Auftritt lange Zeit vorher perfekt vorbereitet. Ein gutes Beispiel für eine sinnvolle, pädagogisch wertvolle Freizeitgestaltung. Einer der Höhepunkte war der „Löwentanz. Symbolisch wurde der Löwe und somit das Böse besiegt. Auch die Integrationsarbeit muss gelobt werden. Neben Sprachkursen und einer umfangreichen Beratung, finden Works-Shops, Projekte und vieles mehr statt. Alle diese Maßnahmen finden nach den Richtlinien des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) statt. Zum Abschluss des Festes wurde zu einem vietnamesischen Büfett geladen. Dabei kam es zu einer ausgeprägten Kommunikation zwischen den Gästen und natürlich auch den Gastgebern. Nunmehr gestärkt, verabschiedeten wir uns von guten Freunden.


Samstag 28. Januar 2017


Zu Gast bei den Kameradinnen und Kameraden

Unbenannt-4Unbenannt-2Am 26. Januar fand vor der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung die traditionelle Feierstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Zuvor hatte der Vorstand der BVV die Kameradinnen und Kameraden der „Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)“ in die  „Konditorei Engel“ eingeladen. Die Vorsteherin, Kathrin Bernikas, eröffnete die Feier und begrüßte zahlreiche Überlebende der Naziterrors. Alle Fraktionen waren zur Feier gekommen. Der Marzahner Betreuer der Kameradinnen und Kameraden, Max Putziger, hielt eine, auch auf die Probleme der Gegenwart weisende Rede. Der 1937 in der Emigration geborene Max Putziger, unterhielt sich eingehend mit Ulrich Brettin und erzählte von seinem interessanten Schicksal. Auch der nun fast 90 Jahre alte Gerhart Hehnert war gekommen. Wir berichteten bereits vor einiger Zeit von seinem Leben. Mit 16 Jahren musste er als „Halbjude“ in einem Kalkbergwerk in Meißen unter furchtbaren Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Umso erfreulicher, dass er sich bester Gesundheit erfreut. Die Anwesenden nutzten die Zeit des Zusammenseins, um mehr voneinander zu erfahren. Mögen die wenigen Zeitzeugen ihr Wissen an uns weitergeben und so die Erinnerungskultur bereichern.


Donnerstag 20. Oktober 2016


Unsere neue Fraktion

Am 10. Oktober fand die konstituierende Sitzung der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf statt. Dankenswerterweise hatte Iris Spranger die Aufgabe der Wahlleiterin übernommen. Als erstes wurde die Geschäftsordnung mit einigen Änderungen beschlossen. Dann erfolgte die Wahl des Fraktionsvorstandes. Als Fraktionsvorsitzender kandidierte Ulrich Brettin, der wie auch die anderen Vorstandsmitglieder einstimmig gewählt wurde. Zur Stellvertreterin wurde Jennifer Hübner, zur Schatzmeisterin Marlitt Köhnke und zum Fraktionsgeschäftsführer Paul Kneffel  gewählt. In unserer Geschäftsordnung sind bis zu drei stellvertretende Fraktionsvorsitzende vorgesehen. Eine Nachwahl erfolgt nachdem Stefan Komoß und Gordon Lemm diefertig-end Fraktion verlassen haben. Damit soll den „Nachrückern“, Petra Olbrich und Dmitri Geidel auch die Möglichkeit einer Kandidatur gegeben werden. Die einstimmigen Wahlergebnisse geben dazu Anlass,  die vor uns liegende Arbeit optimistisch zu betrachten. Nach der Festlegung der Ausschüsse werden wir unsere Fraktionsmitglieder weitgehend nach ihren Wünschen und Kompetenzen entsprechend zuordnen. In der konstituierenden Sitzung wurden auch weitere Dinge festgelegt. Dazu gehörte der Termin der Übergabe der Finanzen der bisherigen Schatzmeisterin Andrea Böhringer an unsere frisch gewählte Schatzmeisterin Marlitt Köhnke. An die neuen Fraktionäre wurde ebenfalls eine Liste der offenen Beschlüsse der vergangenen Wahlperiode übergeben. Damit verbunden war die Bitte, die für uns wichtigen, unerledigten Drucksachen zu evaluieren und erneut einzubringen. Obwohl unsere Fraktion etwas kleiner geworden ist und sich die „Machtverhältnisse“ geändert haben, kann man optimistisch an die vor uns liegenden Aufgaben gehen. Nicht immer ist die Quantität entscheidend für eine gute Arbeit. Die Mitglieder unserer Fraktion stehen für Kompetenz und werden ihre Tätigkeit in guter Qualität ausführen. Wünschen wir uns allen viel Erfolg!


Dienstag 20. September 2016


Gewinnauslosung

Liebe Wählerinnen und Wähler,

vielen Dank für Ihre Stimmen. Leider haben diese nicht gereicht um ins Abgeordnetenhaus zu kommen. rueckseite
Ich werde aber weiterhin Ihre Interessen in der Bezirksverordnetenversammlung von Marzahn-Hellersdorf vertreten.

Mein Wahl-Slogan war ja: „Ein Mann, ein Wort!“. Deshalb stehe ich natürlich zu meinen Zusagen.

Es geht um den Gewinn von drei Jahreskarten (gültig für den Britzer Garten, die Gärten der Welt, den Natur-Park Schöneberg,
den Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow und das Schloss Biesdorf)

Heute wurden die drei Losnummern gezogen:

009612

005223

013681

Der Gewinn kann im Kreisbüro der SPD, Blumberger Damm 158 bis zum 30. September 2016 angemeldet werden.
Telefon: 030 99 40 10 15.

Viel Glück!

 

Ihr Ulrich Brettin


Montag 12. September 2016


Alt-Marzahner Erntefest

dsc09420Das Erntefest in Alt-Marzahn ist im Bezirk liebgewordene Tradition geworden, zum Teil ein Kirmes mit Fahrgeschäften aber auch die Gelegenheit für viele das Dorf zu durchqueren und sich die verschiedensten Stände zu anzusehen. Wie jedes Mal schien es, als ob an diesem Wochenende ganz Marzahn-Hellersdorf in das kleine Alt-Marzahn kam und noch Besuch aus anderen Stadtbezirken mitbrachte. Die SPD war wie jedes Jahr mit einem Stand vertreten, nur dass das Erntefest diesmal mit dem Wahlkampf zusammenfiel.  Entsprechend war der Stand auf dem Erntefest der Höhepunkt des Wahlkampfes, was die aufgewendete Zeit der Wahlkämpfer, wie auch den Materialeinsatz anging.

Während die Stimmung etwas verhaltener als beim letzten Abgeordnetenhauswahlkampf erschien, so gab es doch auch weniger Anfeindungen als erwartet. Es gab Bürgerinnen, die sich über sexuelle Belästigungen vor Flüchtlingsheimen beschwerten und Bürger, die sich allgemein unsicherer fühlten, aber es gab auch Wähler, die an den Stand kamen, um ihre Unterstützung zu erklären.

Wichtig war vielen Bürgern die Wahlkreiskandidaten direkt vor Ort kennenzulernen, „Die sieht man ja sonst nicht. Die machen sich doch immer rar.“ So war ein älteres Hellersdorfer Paar am Sonnabend richtiggehend glücklich einmal Enrico Stölzel persönlich sprechen zu können. Der lokale Kandidat von Marzahn-Mitte Ulrich Brettin wurde von vielen erkannt, wobei sie ihn durch sein Engagement im Heizkostenstreit am Helene-Weigel-Platz oder für die Verlängerung der Brücke am Eastgate schon kannten oder ihn anhand des originellen Großplakates vor der Marzahner Mühle mit Panama-Hut und Pfeife identifizierten, „Sie sind doch der Mann auf dem Plakat mit Hut und Pfeife.“

Unsere Abteilung 4, der Alt-Marzahner Ortsverein war natürlich mit seinen aktiven Mitgliedern an beiden Tagen vertreten. Besondere Anerkennung gebührt dabei unseren Abteilungsmitgliedern Jenny, Siegfried, Alexander, Oliver und unserem tatkräftigen Bezirksstadtrat Stephan Richter, sowie unserem Abgeordnetenhauskandidaten Ulrich Brettin, dem Mann mit Hut und Pfeife.

Ich erkundete das Fest für mich am Sonnabend, sah mir auch die Stände der anderen Parteien an übernahm dann Standbetreuung bis zum Standabbau gegen 18.00 Uhr. Der Sonntag war spürbar ruhiger als der Sonnabend, unser Abgeordnetenhauskandidat Ulrich aber trotzdem die gesamte Zeit mit Bürgergesprächen ausgelastet. Hier machte sich die Ankündigung auf seinen Wahlplakaten in Alt-Marzahn bezahlt, dass er sowohl am Sonnabend und am Sonntag von 12.00 – 18.00 Uhr am Stand sei.

Malte Höpfner


Donnerstag 25. August 2016


Michael Müller am EASTGATE!

DSC09047Bei strahlendem Sonnenschein kam der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, zum EASTGATE. Unsere Kandidatin für die Bezirksverordnetenversammlung, Jenny Hübner, war genauso wie der Kandidat für das Abgeordnetenhaus, Ulrich Brettin, eine Stunde früher gekommen, um kräftig Wahlwerbung zu machen. Als Michael gegen 17:00 Uhr erschien, hatten sich zahlreiche Mitglieder unseres Kreisverbandes eingefunden. Auch unser Abteilungsmitglied, Stephan Richter, war dazu gestoßen und verteilte Rosen an die Bürgerinnen und Bürger. Nach kurzen Gesprächen betrat Michael Müller die Bühne und hielt eine inhaltsreiche Rede. Danach gab es einen ausgiebigen Meinungsaustausch mit Anwohnerinnen und Anwohnern des Bezirkes. Michael Müller blieb auch bei kritischen Fragen keine Antworten schuldig. Viele Menschen wurden erreicht und 500 Rosen verteilt. Fast ebenso viele Abteilungskarten, Flyer und Werbeartikel wurden unter die Leute gebracht. Nach gut einer Stunde musste Michael leider zum nächsten Termin. Schade!


Donnerstag 18. August 2016


Wahlforum des Deutschen Gewerkschaftsbundes

DSC08992Am 17. August 2016 fand im Stadtteilzentrum, in der Marzahner Promenade 38, ein Wahlforum statt. Eingeladen hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund. Die Begrüßung übernahm die Kreisvorsitzende des DGB, Dagmar Pötsch. Danach nahmen ein junger Gewerkschaftsvertreter und eine ebenso junge Gewerkschaftsvertreterin die Moderation auf. Sie hatten einen Fragenkatalog mitgebracht, der durchaus und mit Recht, gewerkschaftliche Themen beinhaltete. Diesen Fragen mussten sich die Vertreter und Vertreterinnen der Parteien stellen. Vor Ort waren Kandidaten und Kandidatinnen der CDU, der FDP, der Bündnis90-Die Grünen, der Partei „Die Linke“ und Ulrich Brettin für die SPD. Eindeutig positionierte sich Ulrich Brettin, der Jahre lang Betriebsrat war und aktives Gewerkschaftsmitglied ist, gegen prekäre Beschäftigung, Leiharbeit und Privatisierungen. Er steht nicht nur für die Rekommunalisierung der Betriebe der Daseinsvorsorge. Dazu gehören die Versorgung der Menschen mit Wasser, Energie usw. Auch soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen sollten in kommunaler Hand bleiben. Insbesondere geht es ihm dabei um die Mitarbeiter, deren Beschäftigungsverhältnisse sich bei privaten Trägern in der Regel verschlechtern. Mit dieser eindeutigen Meinung überzeugte er, im Gegensatz zu den meisten Vertreterinnen und Vertreter der anderen Parteien. Auch sein Hinweis auf eine Frage aus dem Publikum ist erwähnenswert. Dabei ging es um notwendige Fachkräfte für unseren Bezirk. Ulrich Brettin berichtete von dem, von Stefan Komoß im Jahr 2012 ins Leben gerufenen Masterplan „Arbeit und Ausbildung für Alle Jugendlichen in Marzahn-Hellersdorf“. Dieser Masterplan, der nun von der vom DGB initiierten „Jugendberufsagentur“ abgelöst wurde, war ein voller Erfolg. Marzahn-Hellersdorf, einst ein Bezirk mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, hat nun den geringsten Anteil  von Jugendlichen ohne Beschäftigung. Ein wichtiger Punkt war auch die chronische Unterbesetzung von Stellen in den Ämtern. Ulrich Brettin vertrat die Meinung, dass die Bezirke wesentlich mehr Verantwortung vom Senat übertragen bekommen müssen. Nur so können Einsparungsvorgaben von „oben“ relativiert werden. Eine sehr interessante und auch kontroverse Veranstaltung ging nach über zwei Stunden zu Ende.


Dienstag 16. August 2016


Gespräche vor dem Ärztehaus

Unbenannt-2Unbenannt-1DSC08807Am 16. August trafen sich die Wahlkämpfer/innen unserer Abteilung vor dem Ärztehaus in der Mehrower Allee. Unsere Abteilung war durch Jennifer Hübner, Stephan Richter und Ulrich Brettin vertreten. Die Jusos waren durch ihren Vorsitzenden, Dmitri Geidel vertreten, der uns tatkräftig unterstützte. Unsere Praktikantinnen und Praktikanten waren natürlich auch da und brachten geeignetes Info-Material mit. Der Vorplatz des Ärztehauses war gut besucht. Erfreulicherweise suchten viele Anwohnerinnen und Anwohner das Gespräch mit uns. Neben Äußerungen der Zufriedenheit gab es auch einige Kritik zu hören. Insbesondere die Bundespolitik stand auf dem Prüfstand und private Sorgen wurden kommuniziert.  Auch das Aufnehmen solcher Mitteilungen ist für unsere Genossinnen und Genossen wichtig. Gewerbetreibende der umliegenden Geschäfte diskutierten mit uns. Auch die Probleme des Älterwerdens im Bezirk spielten eine Rolle. In unserem Wahlprogramm haben wir diese Themen richtiger weise beachtet. Ulrich Brettin notierte sich einige Probleme und konnte auch Informationen zur Abhilfe geben.


Sonntag 7. August 2016


Wahlkampf pur

DSC08703DSC08728Neben vielen Frühverteilungen organisierten wir eine Informationsveranstaltung vor dem Haupteingang des „EASTGATE“. Unterstützung bekamen wir auch vom Team des „Roten Busses“. Viele Bürgerinnen und Bürger waren einkaufen, oder kamen von ihrer Arbeit. So gab es etliche Gespräche zwischen den Bürgerinnen und Bürgern einerseits und unseren Wahlkämpfern zum Anderen. Neben positiven Reaktionen wurden uns aber auch Sorgen und Probleme mitgeteilt. So konnten wir einige Bedenken relativieren. Wir nahmen aber auch Anregungen mit um für Abhilfe zu sorgen. Unsere Praktikantinnen und Praktikanten waren wie immer mit dabei.

 


Montag 1. August 2016


Mein Flyer!

Flyer S. 1Flyer S. 2


Montag 25. Juli 2016


Kiezliebe

 

IMG_4903Karte

 

Pünktlich zum Wahlkampfbeginn hat die Abteilung IV eine Abteilungskarte unter den Titel „Kiezliebe“ kreiert. Jenny Hübner hat die Karte gestaltet und den Druck organisiert. Vielen Dank für den Fleiß. Auf der Vorderseite ist ein Motiv unseres Wahlkreises mit einer roten Mühle abgebildet. Auf der Rückseite sind die fünf Kandidatinnen und Kandidaten für die Bezirksverordnetenversammlung unserer Abteilung zu sehen. Die jeweiligen Schwerpunkte der Bewerber/innen sind ebenfalls ersichtlich. Sie zeugen von einem breiten Spektrum unserer zukünftigen Aktivitäten.


Sonntag 10. Juli 2016


Bürgerhaus Südspitze, Sommerfest und Inklusion!

DSC08612DSC08591Am 08.07.2016 trafen sich behinderte und nichtbehinderte Menschen im Garten des „Bürgerhaus Südspitze“ in der Marchwitzastraße. Anlass war ein Sommerfest, das ganz im Zeichen der Inklusion stand. Gastgeber war der Träger des Bürgerhauses, der Verein BALL e.V., der mit Unterstützung mehrerer Sponsoren das Fest sehr gut organisierte. Unser Bürgermeister, Stefan Komoß, war gekommen und hielt eine kurze Begrüßungsrede. Auch Paul Kneffel und Ulrich Brettin vertraten die SPD vor Ort. Für „kleines“ Geld gab es Kaffee, Kuchen, warme Speisen und kühle Getränke. Ein umfangreiches Kulturprogramm wurde dargeboten. Auch die Anwesenden wurden animiert mitzumachen. Zahlreiche Kontakte und Gespräche zwischen Behinderten und Nichtbehinderten kamen zustande. So gab es viele interessante Informationen zu den Sorgen und Problemen der Menschen mit Handicap.


Samstag 9. Juli 2016


Talkrunde im evangelischen Gemeindezentrum

IMG_4758Im evangelischen Gemeindezentrum, in der Glauchauer Straße 7, fand ein Kandidatengespräch zu den bevorstehenden Wahlen statt. Eingeladen waren die Spitzenkandidaten der Parteien im Bezirk. Dazu gehörte auch ein Vertreter der AfD. Der Moderator stellte mehrere Themen in den Raum. Leider konnten in den anderthalb Stunden nicht alle dieser Themenvorschläge abgearbeitet werden. Die Kandidaten begannen mit den immer aktuellen Problemen der Arbeitslosigkeit. Nach dem Alphabet begann der Kandidat der AfD mit seinem eher allgemein gefassten Statement. Erfreulicher Weise, lobten fast alle Diskutanten die bezirklichen Aktivitäten der SPD, bzw. unseres Bürgermeisters. Insbesondere die Bekämpfung und Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit durch den „Masterplan“ und der darauf aufgebauten Jugendberufsagentur wurde gelobt. Nach dieser ersten Runde bekamen die Anwesenden Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Als zweites Thema wurde die Bildung diskutiert. Hier gab es unterschiedliche Meinungen. Der Vertreter der FDP präferierte unverhohlen die Rückkehr zum alten, dreigliedrigen Schulsystem. Einig war man sich darüber, dass die Bildung nicht erst mit der Einschulung beginnt. Das Thema Sicherheit konnte noch vor Beginn des Halbfinales der Europameisterschaft abgearbeitet werden. Auch da gab es weitgehend eine etwa gleiche Aussage. Das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung scheint nicht optimal befriedigt zu werden. Dazu sollte mehr Polizeipräsenz geschaffen werden. Pünktlich zum Anpfiff waren wir dann zu Hause.


Freitag 8. Juli 2016


Sommerfest im „Kick in“

DSC08556Unbenannt-1Gern folgten wir der Einladung zum Sommerfest am 02.07.2016 ins „Kick in“. Wir, das waren neben vielen Gästen auch Stefan Komoß, Paul Kneffel, Ulrich Brettin und Günther Krug von der SPD. Erst am 27.06.2016 war die Geschäftsführerin des „Kick in“, Gabriele Geißler, zu Gast in unserer Fraktion und berichtete von den mannigfaltigen Aufgaben ihrer Einrichtung. Der Leitspruch „“Kick in“ – gemeinsam etwas bewegen“ sagt schon viel aus. Der Verein ist auf vielen Gebieten und an mehreren Standorten aktiv. Dazu gehören die Beschäftigungsförderung, die Familien- und Nachbarschaftsarbeit, die Kinder- und Jugendhilfe, das Bürgerschaftliche Engagement und vieles mehr. In seiner Festrede dankte Stefan Komoß Frau Geißler und ihrem Team für die hervorragende, gemeinwesenorientierte  Sozialarbeit. Der Dauerregen war für alle kein Grund nicht zu feiern. Auf der Bühne wurden zahlreiche Darbietungen aufgeführt. Viele Stände zu unterschiedlichen Themen informierten die Besucher. Günter Krug und Ulrich Brettin wollten hoch hinaus und probierten sich am Kletterfelsen. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Bei Kaffee und Kuchen, gegrilltem Fleisch, liebevoll hergestellten Speisen und unterschiedlichen Getränken, kam jeder auf seine Kosten. Wir nutzen die Gelegenheit, mit Frau Geißler ein längeres Gespräch zu führen. Dabei kamen wir zu weiteren interessanten Informationen  über die Aktivitäten des Vereins. Vielen Dank für die Einladung und weiterhin viel Erfolg!


Dienstag 14. Juni 2016


80. Jahrestag der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma

DSC08479Am Sonntag den 12. Juni trafen sich zahlreiche Menschen im Don-Bosco-Zentrum am Otto-Rosenberg-Platz. Dort begann um 12:30 Uhr die Gedenkveranstaltung für die vor 80 Jahren verschleppten Sinti und Roma. Im Juni 1936 wurden die ersten Sinti und Roma aus Berlin ins „Zigeunerlager Marzahn“ gebracht. Man wollte anlässlich der Olympiade 1936 keine „Zigeuner“ in Berlin haben. Im Lager Marzahn wurden im Laufe der Zeit tausende Sinti und Roma interniert, zur Zwangsarbeit gezwungen und später in Auschwitz ermordet. Petra Rosenberg, die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, begrüßte die Anwesenden und erinnerte an das Geschehene. Neben anderen hochrangigen Gästen hielt auch unser Bezirksbürgermeister, Stefan Komoß, eine einfühlungsvolle Rede. Das „Duo Romenca“ sorgte für eine feierliche, musikalische Begleitung der Feierlichkeiten. Die Gedenkrede hielt Dr. Hans Coppi, Vorsitzender der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes–Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Auch er schlug eine Brücke von den damaligen Ereignissen zu den Gefahren der  Gegenwart. Eine Lesung aus den Erinnerungen von Verfolgten, vorgetragen von Schülerinnen und Schülern, rundete die Veranstaltung ab. Dann ging es vom Don-Bosco-Zentrum auf dem „Gang des Gedenkens“ zum Gedenkstein für die Opfer des Zwangslagers auf dem Parkfriedhof Marzahn. Dort sprach Pater Albert Krottenthaler, Pfarrer und Direktor des Don-Bosco-Zentrums, am Gedenkstein ein Gebet für die Ermordeten. Von der SPD Marzahn-Hellersdorf waren zahlreiche Genossinnen und Genossen vor Ort. Klaus Mätz vertrat den BVV-Vorstand und Ulrich Brettin die Fraktion der SPD in der BVV Marzahn-Hellersdorf. Viele Kränze wurden niedergelegt und im stillen Gedenken einige Minuten verharrt. Nach einem Empfang im Don-Bosco-Zentrum fand die Gedenkveranstaltung ihr Ende.


Mittwoch 1. Juni 2016


Fest der Nachbarn

 

Seit einigen JahrenUnbenannt-4 findet vor dem Freizeitforum am Victor-Klemperer-Platz das „Fest der Nachbarn“ statt. Dieses,auch in vielen anderen Städten und Ländern praktizierte Fest, soll das friedliche Zusammenleben von allen Menschen (Nachbarn und Nachba-rinnen) fördern. Viele Teilnehmer hatten sich bereits Wochen vorher mit der Organisa-tion beschäftigt. So konnte das Fest am 28.05.2016 erfolgreich eröffnet werden. Unsere SPD war natürlich mit einem Infostand vertreten. Dank an Paul Kneffel, der von 12:00 bis nach 18:00 Uhr ununterbrochen zugegen war. Unterstützung bekam er von Marion Hoffmann, Klaus Mätz, Christiane Uhlich, Marlitt Köhnke und dem Wahlkreiskandidaten Ulrich Brettin. Schon weit vor der offiziellen Eröffnung war unser Bürgermeister vor Ort und begrüßte die vielen Vereine und Organisationen persönlich. Dabei gab es auch interessante Gespräche mit den zahlenmäßig stark vorhandenen Menschen aus den Flüchtlingseinrichtungen. In seiner Begrüßungsrede betonte Stefan Komoß die Wichtigkeit eines harmonischen Zusammenlebens, auch von und mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Auf der Bühne gab es etliche Darbietungen verschiedener Künstler. Besondere Aufmerksamkeit erzeugte der Gospel-Chor des Bezirkes. Nicht zuletzt deshalb, weil unsere Genossin Marlitt Köhnke mitsang, sondern auch mit einem Solo vertreten war. Besonders die „Mannschaft“ des „Haus der Begegnung M3“ war stark vertreten und versorgte die Anwesenden mit Würsten, Kuchen und Getränken. Das Fest wurde gut angenommen. Viele Bürgerinnen und Bürger waren bei strahlendem Sonnenschein gekommen. Unseren Dank an alle Beteiligten! DSC08328


Montag 30. Mai 2016


Planung von Parkplätzen beim Wohnungsneubau

AntragIn der ab Juli 2011 in Kraft getretenen Bauordnung von Berlin (BauO Bln) ist für Bauher-ren laut § 50 keine Verpflichtung zur Schaffung von PKW-Stellplätzen beim Bau von Wohnhäusern vorgesehen. Diese Stellplätze werden als „Investitionshindernis“ dekla-riert. Dabei werden die Interessen der Investoren über die Bedürfnisse der Bewohner-rinnen und Bewohner gestellt. Sicher, Wohnungsbau ist für die wachsende Stadt uner-lässlich. Es kann aber nicht sein, dass viele Freiflächen, die auch mit der Wohnqualität des Bezirkes zu tun haben, nun eng bebaut werden sollen. Immer mehr Menschen werden auf Grund der demographischen Entwicklung in Marzahn-Hellersdorf älter. Für sie, aber auch für junge Familien mit Kindern gehört Mobilität zur Lebensqualität. Der Weg vom Fahrzeug zur Wohnung und umgekehrt sollte also zumutbar bleiben. Schon jetzt ist in vielen Teilen unseres Bezirks eine angespannte Parksituation vorhanden. In anderen Bundesländern (Landesbauordnung Baden-Württemberg) oder in München (Stellplatzsatzung) sind PKW-Stellplätze beim Wohnungsneubau vorgesehen. Da uns die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger wichtiger sind, als die Stimulierung von Investoren, stellten Ulrich Brettin und Christiane Uhlich einen entsprechenden Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung. Darin wird dem Bezirksamt empfohlen, sich beim Senat von Berlin dafür einzusetzen, dass beim Neubau von Wohnungen auch PKW-Stellplätze in ausreichender Menge und in zumutbarer Entfernung zur Wohnung, zur Verfügung gestellt werden. Dazu ist eine Änderung der Bauordnung von Berlin anzustreben.


Samstag 14. Mai 2016


Ein Stolperstein für Hedwig Mentzen

MetzenIm vorigen Jahr wurden bereits zwei Stolpersteine für das Ehepaar Emilie und Emil Roth vor dem „Judenhaus“ in der jetzigen Hannsdorfer Straße 8 verlegt. Damals, wie auch jetzt, war Frau Töpfer die Initiatorin zur Verlegung der Stolpersteine. Offensicht-lich wurden jüdische Menschen bewusst in das Haus der damaligen Billungsstraße 8 eingewiesen. So auch Hedwig Mentzen im Jahr 1941. Sie erlernte den Beruf einer Kin-dergärtnerin und heiratete im Jahr 1909 Moritz Adler. In ihrer zweiten Ehe war sie seit 1915 mit Edmund Mentzen verheiratet. Dieser zweite, nichtjüdische Ehemann, starb bereits 1917 und die Ehe blieb kinderlos. Im Jahr 1927 trat Hedwig aus dem Judentum aus. Wegen ihrer jüdischen Abstammung war sie aber den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. In den 30iger Jahren lebte Hedwig Mentzen in Krumm-hübel (Riesengebirge) und unterhielt einen kleinen Laden. Bedingt durch das Novem-berpogrom 1938 verließ sie Krummhübel und ließ ihre Habe zurück. Nur mit einem Koffer kam sie in Berlin an und wohnte in verschiedenen Stadtbezirken zur Untermiete. Nur wenige Monate lebte sie in der damaligen Billungsstraße und wurde mit dem 11. Osttransport am 28. März 1943 deportiert. Der Transport ging von einem Sammellager in der Levetzowstraße über den Bahnhof Berlin-Grunewald nach Trawniki (Polen). Das Ankunftsdatum war der 30. März 1943. Von Trawniki erfolgte ein langer Fußmarsch nach Piaski. Dort verlieren sich die Spuren von Hedwig Mentzen. Auch die SPD nahm mit Ulrich Brettin an der Gedenkveranstaltung teil


Montag 2. Mai 2016


SPD – 1. Mai – 2016

MekonnenDas diesjährige Maifest der SPD-Marzahn-Hellersdorf fand in den Räumen des „Babel e.V. Berlin“ statt. Gastgeber im Haus Babylon war der Leiter Dr. Mekonnen Shiferaw, bei dem wir uns herzlich bedanken. Auch das Wetter spielte mit und verwöhnte uns mit herrlichem Sonnenschein. Die Mitarbeiterinnen hatten Kuchen, Salate und Grill-würstchen vorbereitet und Getränke bereitgestellt. Neben der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheers, dem Mitglied des Deutschen Bundestages, Matthias Schmidt, erschien auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller. Nach der Rede unseres Kreisvorsitzenden Stefan Komoß, begann mit Michael Müller ein Rundgang durch die Einrichtung. Dabei berichtete Dr. Mekonnen Shiferaw von den Angeboten und der Integrationsarbeit des Babel e.V. Der Regierende ließ es sich nicht nehmen mit uns gemeinsam eine Bratwurst zu verzehren. In dieser gemütli-chen Runde gab es viele interessante Diskussionen und zahlreiche Themen wurden angesprochen.


Montag 18. April 2016


Michael Müller im Bezirk

DSC07905Unter dem Titel „FÜREINANDER“ findet derzeit die Tour des Regierenden Bürgermeisters durch die Berliner Bezirke statt. Am 11.04. 2016 war es dann für Marzahn-Hellersdorf soweit und Michael Müller stand den Bürgerinnen und Bürgern im Rathaussaal am Alice-Salomon-Platz Rede und Antwort. Der Saal war gut gefüllt. Viele Anwohnerinnen und Anwohner waren erschienen, um die Begrüßungsworte von Michael Müller zu hören, aber auch Fragen zu stellen. Diese waren dann auch mannigfaltig und betrafen viele Themen. Darunter auch Fragen zu den Schwierigkeiten behinderter Menschen und deren unzulängliche Mobilitätshilfen, zum Thema „bezahlbarer Wohnraum“ und fehlenden Kita-Plätzen. Zur Frage nach einem Schwimmbad im Bezirk, holte sich Michael Müller sachkundige Hilfe von Stefan Komoß. Fast zwei Stunden lang stellte sich der Regierende den vielen Fragen und blieb keine Antwort schuldig. Zu seinen ehrlichen Ausführungen gehörte, dass er auch sagte was nicht, oder noch nicht geht. Nicht nur der Begrüßungsbeifall sprach für die Beliebtheit des Regierenden Bürgermeisters. Auch am Ende der Veranstaltung gab es reichlich Beifall!


Mittwoch 30. März 2016


Wo parken die zukünftigen Mieter?

Unbenannt-2Im Bereich Marchwitzastraße/Luise-Zietz-Straße ist bereits schon jetzt ein Parkplatzmangel ersichtlich. Die Anwohnerinnen und Anwohner müssen zum Abstellen ihrer Autos die Straßen des angrenzenden Siedlungsgebietes nutzen und längere Fußwege in Kauf nehmen. Ab ca. 17:00 Uhr ist selten ein Parkplatz in Wohnungsnähe zu finden. Ab Oktober 2016 plant die degewo einen Wohnungsneubau mit ca. 126 Wohneinheiten. Die notwendigen Parkplätze von geschätzten ca. 130 Kraftfahrzeugen sollen nicht geplant sein. Diese Situation würde die jetzt schon unzureichende Anzahl von Parkplätzen extrem verschärfen. Deshalb stellte Ulrich Brettin einen Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung. Darin wird das Bezirksamt ersucht, sich mit dem Bauherrn, der degewo in Verbindung zu setzen. Ziel muss es sein, dass auch ausreichend Parkmöglichkeiten mit dem Neubauobjekt errichtet werden.


Dienstag 29. März 2016


„Bridge Over Troubled Water“

Bereits im vorigen Jahr berichteten wir vom „Osterweg-für Toleranz und Verständigung“. Auch am 28. März 2016 trafen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zu diesem außerordentlichen Ereignis. Vom Stadtteilzentrum in der Marzahner Promenade führte uns der Weg zuerst vor die katholische Kirche. Nach einer kurzen Andacht und Gesang erreichten wir die alte Marzahner Dorfkirche, um an einen Gottesdienst teil zu nehmen. In der Predigt und den Gesängen appellierte man an die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Mit dem Titel „We Shall Overcome“, der mit Inbrunst gesungen wurde, traf man mitten in die Herzen der Anwesenden. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Parteien und Organisationen erreichten dann den Mühlenberg. Von der SPD waren Christiane Uhlich, Marlitt Köhnke und Ulrich Brettin mit von der Partie. Mit gemeinsamen Gesang wurde der Osterweg vor der Marzahner Mühle würdevoll beendet. Danach gab es im Gemeindehaus, Alt-Marzahn 61 und auf dem Hof der Wuhletal gGmbH, Alt-Marzahn 32, ein Osterfrühstück und Ostereiersuchen für die Kinder. Lasst uns für Menschen in Not eine Brücke über tosendes Wasser sein.


Donnerstag 10. März 2016


Frauentag 2016

Seit mehr als 100 Jahren gibt es nun am 8. März den „Internationalen Frauentag“, auch als „Weltfrauentag“ bekannt. Zur Entstehung dieses Tages gibt es unterschiedliche Interpretationen. Bereits im neunzehnten Jahrhundert gab es viele Ereignisse, die als Wurzeln der Frauenbewegung bezeichnet werden können. Die Textilarbeiterinnen von New York streikten am 8. März 1857. Ebenso kamen bei einem Streik am 8. März 1909 über 100 Arbeiterinnen in den USA ums Leben. Deshalb gewann das Datum an Bedeutung. Im Jahr 1911 wurde der Frauentag erstmalig in den USA, der Schweiz, Österreich, Dänemark und Deutschland offiziell begangen. Ab 1921 wurde auch das heute aktuelle Datum, nämlich der 8. März, als Reminiszenz an die Frauen, die 1917 in St. Petersburg durch ihren Streik die Februarrevolution auslösten, festgelegt. Die Sozialdemokraten setzen sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Frauen ein, deshalb war es selbstverständlich, an diesem Tag aktiv zu werden. Das passiert nicht nur vor den in diesem Jahr anstehenden Wahlen, sondern ist gute Tradition unserer SPD. Die Frauenpolitik der SPD ist wegweisend innerhalb der Parteienlandschaft und begnügt sich nicht nur mit der symbolischen Rosengabe. Also ließen wir „rote Rosen regnen“. Bereits um 09:00 Uhr trafen wir uns im Kreisbüro, um die Rosen mit einer Grußbanderole  zu versehen. Mit von der Partie waren Oliver Richter, Jenny Hübner und Ulrich Brettin. Um 16:00 Uhr ging es dann zur Verteilung am Hinterausgang des EASTGATES. So konnten Jenny Hübner, Ulrich Brettin, Stephan Richter und Oliver Richter viele berufstätige Frauen mit ihrer Rosenspende erfreuen. Die fast ausschließlich positiven Reaktionen der Frauen  waren ein gutes Indiz dafür, dass unsere SPD-Politik im Bezirk mit Stefan Komoß als Bürgermeister an der Spitze, gut ankommt. Eine Bürgerin verweigerte die Annahme. Bei 200 Rosen sind das 0,5 % Ablehnung. Mit so einem Wahlergebnis können wir leben.


Montag 15. Februar 2016


Haushaltsnahe Glascontainer wieder einführen

Man muss das Ohr für die Bürgerinnen und Bürger immer offen haben. Schon bei den Problemen der Müllschluckerabschaffung, oder den Veränderungen bei der Ablesung der Heizkosten und den damit verbundenen Schwierigkeiten, beherzigte Ulrich Brettin diese Aussage. Wie bekannt, wurde die haushaltsnahe Glasentsorgung weitgehend abgeschafft. Durch den Wegfall des sich seit Jahrzehnten bewährten und verbraucherfreundlichen „Holsystem“ müssen die Bewohnerinnen und Bewohner meist lange Fußwege in Kauf nehmen, um ihr Altglas umweltgerecht zu entsorgen. Bereits im November 2015 richtete Ulrich Brettin eine mündliche Anfrage zum Thema an das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Anlass dazu war auch ein Antrag im Abgeordnetenhaus von Berlin  im Dezember 2013, der die Wiedereinführung des alten Systems forderte. Aus der Antwort des Bezirksamtes geht hervor, dass es eine Abstimmungsvereinbarung zwischen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und der „Duale System Holding GmbH“ gibt.  Diese hat noch Gültigkeit bis zum 31.12.2016. Danach geht der Kampf um eine bürgernahe Lösung weiter!

 


Sonntag 14. Februar 2016


10 Jahre „Teremok“

Seit einigen Jahren gibt es ein gutes Verhältnis zu den Bildungseinrichtungen des „Mitra e.V.“ im Stadtbezirk. Schon in der vergangenen Zeit besuchten Vertreter der SPD die Deutsch-Russischen Kindergärten „Warumka“ und „Teremok“ (Waldhäuschen), sowie die „Lomonossow-Grundschule“ in der Allee der Kosmonauten. Am 12.02.2016 feierte der Kindergarten „Teremok“, in der Bruno-Baum-Straße 58, sein zehnjähriges Bestehen. Einer Einladung der Leitung des Kindergartens folgten Klaus Mätz und Ulrich Brettin, in ihrer Eigenschaft als Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung erfolgte die Eröffnung der Feier. Zahlreiche Vertreter aus der Politik und aus anderen Kindereinrichtungen waren gekommen, um zu gratulieren. Neben unseren Bezirksstadträtinnen war auch der Botschaftsrat Vadim V. Danilin von der Botschaft der Russischen Föderation anwesend. Die Kinder hatten sich liebevoll über Wochen auf dieses Ereignis vorbereitet. So erfolgte ein umfangreiches Programm, mit vielen sehr schönen Darbietungen. Geschichten wurden erzählt, Tänze aufgeführt und Gesänge vorgetragen. Am Ende des Programms gratulierten die Gäste und übergaben Geschenke. Klaus Mätz hielt eine kurze Geburtstagsrede, bevor er eine Kinder-Schubkarre mit Spaten und Harke an die Kinder und einen Blumenstrauß an die Leiterin übergab. Bei einem nachfolgenden  Büfett gab es Gelegenheit, viele interessante Gespräche zu führen. Klaus Mätz und Ulrich Brettin nutzten diese Gelegenheit und unterhielten sich lange mit Vadim V. Danilin über aktuell politische Probleme. Bei der Verabschiedung durch die Leiterin der Einrichtung wurde noch einmal der Wunsch einer guten Zusammenarbeit bekräftigt. Herzlichen Glückwunsch „Teremok“!


Sonntag 13. Dezember 2015


Workshop Bürgerhaushalt am 11. Dezember 2015


Wie geplant, fand am 11. Dezember 2015 im Rathaus Marzahn-Hellersdorf der Workshop zum Bürgerhaushalt statt. Die Grundlage für diese Beratung bildeten die Ergebnisse der Evaluation zum Bürgerhaushalt. Damit betraut waren die Mitarbeiter der Public One Agentur, Herr Mirau und Herr Trautmann, die auch die Moderation übernahmen. Als erstes erfolgte die Präsentation der wesentlichen Ergebnisse der Evaluation und die Benennung der wichtigsten Herausforderungen. Dabei wurden einige „Leitfragen“ aufgeworfen. Drei Arbeitsgruppen waren geplant. Dazu gehörten die Arbeitsgruppen „Öffentlichkeitsarbeit zum Bürgerhaushalt“, „Bürgerbeteiligung – Stadtteile und Internet“ und „Rechenschaftslegung – Umsetzung der Bürgerhaushaltsvorschläge und Kommunikation“. Ein effektiver Vorschlag unseres Bürgermeisters, Stefan Komoß, sorgte dafür, dass die Arbeitsgruppen nicht getrennt voneinander arbeiteten. Dadurch gab es keine Informationsverluste zwischen den Gruppen und eine Verkürzung der Sitzungszeit. Während der Beratung ging es hauptsächlich darum, noch vorhandene Probleme zu erkennen und zu beseitigen. Dabei wurde die Frage nach der Erreichbarkeit bestimmter, unterrepräsentierter Gruppen gestellt. Auch der lange Zeitraum von der Einbringung eines Vorschlages bis zur Realisierung wurde bemängelt. Stefan Komoß fand mit einem Vorschlag, eine bestimmte Summe (vielleicht 500 000 Euro) für den Bürgerhaushalt auszuloben, viel Verständnis. Diese Summe könnte viele Bürgerinnen und Bürger motivieren, den Bürgerhaushalt durchaus interessant zu finden. Als haushaltspolitischer Sprecher, wies Ulrich Brettin darauf hin, dass bis zum Beginn des neuen Bürgerhaushalts die Schulden des Bezirkes abgebaut sein sollten, um die größeren finanziellen Mittel zu ermöglichen. Bemerkt wurde auch, dass es in den Stadtteilzentren Unterschiede bei der Umsetzung des Bürgerhaushaltes gibt. Dieses sollte vereinheitlicht werden. Bei der Zusammenfassung wurde aber deutlich, dass der Bürgerhaushalt ein Erfolgsmodell ist und nunmehr der „Feinschliff“ erfolgen wird.


Sonntag 29. November 2015


Ortsumfahrung Ahrensfelde

DSC07641Am 26. November wurde ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung mit Leben erfüllt. Die Johann-Julius-Hecker-Oberschule in der Hohenwalder Straße war der Ort einer Bürgerversammlung zum Thema „Ortsumfahrung Ahrensfelde“. Viele politische Kräfte waren der Meinung, dass eine Information der Bürgerinnen und Bürger, auch auf Grund der Planungsunterbrechung, dringend erforderlich sei. Eingeladen hatte der Vorstand der BVV, in Persona der stellvertretende Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Kaus Mätz. Dieser leitete dann auch souverän die gesamte Veranstaltung. Gekommen waren unter anderen die Bürgermeister Stefan Komoß aus Marzahn-Hellersdorf und Wilfried Gehrke aus Ahrensfelde, sowie Christian Gräff, der zuständige Stadtrat unseres Bezirkes. Dieser begann den Reigen der Redner mit einer PowerPoint-Präsentation zum jetzigen Stand der Planung. Dabei sprach er sich für die Weiterführung der jetzigen Planung aus. Herr Becker, der Sprecher der Bürgerinitiative, kritisierte den Stillstand der Planung. Die Ursache ist, die nicht vorhandene Bereitschaft des Bundes, die Variante „Gedeckelter Trog“ zu finanzieren. Der Bundesrechnungshof akzeptiert nicht die damit verbundenen Mehrkosten von ca. 7-10 Millionen Euro. In der ursprünglichen Planung war eine 6,5 Meter hohe Schallschutzwand vorgesehen, die in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser verlief. Die Bürgerinitiative erreichte damals durch unzählige Proteste und Eingaben, dass statt der „Monsterwand“ eine Troglösung favorisiert wurde. Dabei sollte die Straße in Häusernähe abgesenkt und mit einer bepflanzten Abdeckung versehen werden. Dieser Kompromiss war damals entscheidend für die Akzeptanz durch die Anwohner. Umso verständlicher ist die Enttäuschung der Betroffenen. Auch Stefan Komoß, Wilfried Gehrke und Christian Gräff erklärten, dass sie sich bei den zuständigen Stellen für die Trogvariante einsetzen werden. Auch unser Fraktionsvorsitzender Gordon Lemm, sein Stellvertreter Ulrich Brettin, sowie Christiane Uhlich waren gekommen, um die hitzigen Diskussionen der Bürgerinnen und Bürger zu verfolgen. Einig waren sich aber alle darüber, dass eine Verkehrslösung für Ahrensfelde überfällig ist.


Mittwoch 25. November 2015


Gewalt kommt nicht in die Tüte

 

Seit einigen Jahren erinnert der Bezirk an die oft verschwiegene häusliche Gewalt. Es ist mittlerweile eine gute Tradition auch in Marzahn-Hellersdorf, auf häusliche Gewalt hinzuweisen. Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ fanden am 25. November in den Backshops des Discounters Kaiser´s zahlreiche Aktionen statt, so auch in der Neuen Grottkauer Straße und am Helene-Weigel-Platz. In der Neuen Grottkauer Straße standen unser Bürgermeister, Stefan Komoß, Klaus Mätz und Ulrich Brettin, hinter dem Tresen. Viele weitere Kommunalpolitiker des Bezirkes und Vertreter verschiedener Einrichtungen  waren ebenfalls anwesend. Die Backwaren wurden in Tüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ überreicht. Auf einem Tisch waren „Ratgeber“ und zum Thema passende Publikationen sowie Infomaterial ausgelegt. Am Infostand wurde lebhaft mit den fachkundigen Sozialarbeiterinnen der Ansprechstellen diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist, als die gemeldeten Gewaltübergriffe. Opfer sind in der Regel Frauen und Mädchen, aber auch Männer. Diese zeigen die Übergriffe selten an, da ihnen dabei ihr männliches Verhaltensmuster im Wege steht. Deutlich schwerer sind aber die Verletzungen, die den Frauen von Männern zugefügt werden. Oftmals kommen Betroffene ohne die Hilfsangebote nicht aus ihrer Situation heraus. Die im oben bereits erwähnten „Ratgeber“ aufgeführten Ansprechpartnerinnen können dabei helfen. In dem Ratgeber sind außerdem Kontaktdaten der zuständigen Ämter, verschiedener Träger, vom Quartiersmanagement und der Polizei aufgelistet. Also: „Augen auf!“, schauen wir nicht weg.


Dienstag 20. Oktober 2015


Eröffnung der Jugendberufsagentur Marzahn-Hellersdorf

Schon mehrfach haben wir über die geplanten Jugendberufsagenturen in Berlin berichtet. Unser Bezirk gehört zu den ersten vier Pilotbezirken in denen diese Agenturen installiert wurden. Dazu fand eine Eröffnungsfeier am 15. Oktober 2015 am Standort Rhinstraße 86 statt. Da bereits der „Masterplan“ zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit ein voller Erfolg war wundert es nicht, dass sein Erfinder, unser Bürgermeister Stefan Komoß, den Reigen der Redner eröffnete. In seinen Ausführungen zog er ein Resümee des bereits Erreichten und eröffnete einen positiven Blick in die Zukunft der Jugendberufsagentur. Nach Stefan Komoß ergriff die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres das Wort. Sie wünschte der Jugendberufsagentur und deren Mitarbeitern viel Erfolg für die anstehenden Herausforderungen. Für die Jugendberufsagentur sprach dann Frau Carina Knie-Nürnberg und erläuterte die Organisation der Einrichtung. Als Letzter sprach der Leiter des Jobcenters Marzahn-Hellersdorf, Herr Steinherr und wünschte allen Beteiligten den erwünschten Erfolg. Von unserer Partei waren Enrico Stölzel, Jennifer Hübner, Ulrich Brettin, Klaus Mätz und Marlit Köhnke gekommen.  Anschließend begaben sich die Anwesenden nach draußen, um eine Hinweis-Stele zu enthüllen. Danach erfolgte eine Besichtigung der Arbeitsräume. Hier fiel die jugendgerechte, sehr angenehm gestaltete Einrichtung positiv auf. Auch wir wünschen der Jugendberufsagentur viel Erfolg. Mögen so viel wie möglich Jugendliche ihre Chance für die Zukunft bekommen.


Samstag 10. Oktober 2015


25 Jahre Berlin-Marzahner Gartenfreunde

Im Juni 1990 fanden sich die Vertreterinnen und Vertreter der Marzahner Kleingartengemeinschaft zusammen, um den Verein „Bezirksverband Berlin-Marzahn der Garten- und Siedlerfreunde e.V. zu gründen. Dieser neue Verein stellte somit die Nachfolgeorganisation des „Kreisverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ (VKSK) dar. Dieser 25. Geburtstag wurde am 3. Oktober 2015 mit einer Festveranstaltung in der IGA-Markthalle würdig begangen. Auch im Namen der Mitglieder des Vereins, lud der Vorsitzende, Herr Gerd Schoppa, viele Gäste aus Politik und Wirtschaft ein. Dazu gehörten auch unser Bürgermeister Stefan Komoß und unser Immobilienstadtrat Stephan Richter. Die Fraktion der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf vertrat Ulrich Brettin. In seiner Festrede zog Herr Schoppa eine Bilanz der vergangenen 25 Jahre. Er berichtete von den Schwierigkeiten und Hürden in den Anfangsjahren des Vereins, bedankte sich aber auch für die Hilfe durch das Bezirksamt. Danach brachte Stefan Komoß seine Grußworte an die Besucherinnen und Besucher. Nach seiner humorvollen Rede, in der er auch weiterhin Unterstützung signalisierte, bekam er auch herzlichen Beifall. Danach erfolgte die Auszeichnung von langjährigen Mitgliedern des Vereins, an der auch unser Bürgermeister mitwirkte. Viele interessante Informationen zur bevorstehenden IGA waren in der Markthalle vorhanden. Eine Gondel der zukünftigen Seilbahn über das IGA-Gelände lud zum Probesitzen ein. Mit einem festlichen Büfett und vielen interessanten Gesprächen endete die gelungene Geburtstagsfeier.


Donnerstag 17. September 2015


Vietnam zum Anfassen

Anlässlich der Eröffnung des Clean Tech Business Park weilte, auf Einladung unseres Bürgermeisters, eine Delegation unserer vietnamesischen Partnerstadt Hoang Mai vom 31.08.2015 bis 04.09.2015 in Marzahn-Hellersdorf. Neben der Besichtigung von Schulen und interessanten Orten, bildete das Arbeitsgespräch mit anschließendem Arbeitsessen zweifellos einen besonderen Höhepunkt. Stefan Komoß begrüßte die Vertreter der Delegation und die anwesenden Gäste sehr herzlich. Neben den Vertretern von Vereinen waren die Bezirksstadträtin Dagmar Pohle, unser Bezirksstadtrat Stephan Richter und je eine Vertreterin/ein Vertreter der Fraktionen der BVV Marzahn-Hellersdorf geladen. Für die SPD-Fraktion war Ulrich Brettin gekommen. Der Leiter der Delegation, der Sekretär des Bezirkskomitees der Partei, Herr Nguyen Duc Vinh, hielt eine längere Rede und bedankte sich für die Gastfreundschaft des Bezirkes. Zwei Dolmetscher sorgten für einen intensiven Meinungsaustausch. Zur hochrangigen Delegation gehörten der Vorsitzende des Volkskomitees, der Leiter der Polizeibehörde, ein Mitglied des Bezirkskomitees der Partei und Direktor des Zentrums für Berufsausbildung, sowie weitere leitende  Mitarbeiter der Partnerstadt. Als wir von unseren Problemen mit den unterschiedlichen Fraktionen berichteten, lächelten die Gäste und meinten, diese Probleme nicht zu haben. Gemeint war die Tatsache, dass es in Vietnam nur eine Partei gibt. In den Gesprächen wurde auch deutlich, dass jeder Leiter (auch der Polizeichef) einen Parteisekretär an seiner Seite hat, dessen Weisungen er zu befolgen hat. Obwohl es 800 Polizeibeamte gibt, die dem Leiter der Polizei unterstehen, ist die Kriminalitätsrate höher als in unserem Bezirk. Trotz einer zentralen Struktur und wesentlich höheren Strafen, erstaunte uns diese Aussage. Einer der Anwesenden dankte der ehemaligen DDR für die Hilfe bei der Berufsausbildung für die Vietnamesen. Viele Menschen in Vietnam, die ihre Ausbildung in der DDR absolvierten, sind  in leitenden Funktionen tätig. Trotz der unterschiedlichen Ideologien, war die Zusammenkunft außerordentlich harmonisch und angenehm. Die Städtepartnerschaft wurde so durchaus mit Leben erfüllt.

 


Mittwoch 9. September 2015


Einschulungsaktion im FFM

Wie in jedem Jahr  beteiligten sich viele Abteilungen unseres Kreises an der sogenannten Einschulungsaktion. Bundstifte, Stundenpläne, das wichtige Schulgesetz und die begehrten Brotdosen wurden an die Abc-Schützen verteilt. Mit von der Partie waren Elke Friedrich, Siegfried Schulz, Jenny Hübner, Petra Olbrich mit Partner und Sohn Niklas, sowie Ulrich Brettin. Der kleine Niclas ließ sich schwer bremsen und verteilte voller Elan die Brotbüchsen. Auch in diesem Jahr wurden unsere Gaben ausnahmslos freundlich entgegen genommen. Die zwischenzeitlichen kleinen Regenschauer konnte unsere Stimmung nicht negativ beeinflussen, sahen wir doch immer wieder in strahlende Kinderaugen. Die Einschulungsfeier wurde in zwei Etappen durchgeführt, um 98 Kinder an der Peter-Pan-Grundschule willkommen zu heißen. Nach der Feier im Freizeitforum Marzahn, begaben sich die Kinder in Klassenformation und ihrer zukünftigen Lehrerin auf dem Weg zur Peter-Pan-Grundschule. Vielen Dank an die Helferinnen und Helfer der Abteilung IV, aber auch an die aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmer anderer Abteilungen unseres Kreisvorstandes.


Samstag 4. Juli 2015


Zuckertütenfest im deutsch-russischen Kindergarten „Warumka“

Seit längerem haben wir gute Kontakte zu den deutsch-russischen Kindergärten und der Lomonossow-Schule im Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf, deren Träger der Verein Mitra e.V. ist. So folgten wir am 01. Juli sehr gerne der Einladung zum „Abschiedsfest der Vorschulkinder des Kindergartens „Warumka“. Klaus Mätz und Ulrich Brettin vertraten die Fraktion der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung unseres Bezirkes. Jeder von ihnen hatte eine Schultüte mitgebracht, deren Inhalt nicht unbedingt als gesund bezeichnet werden konnte. Die Kinder freuten sich erwartungsgemäß trotzdem und die Moderatorin bedankte sich vor den Kindern und Eltern bei der SPD. Liebevoll organisiert, hatten die Kinder einige Darbietungen einstudiert. Sie tanzten, sagten Gedichte auf und spielten kleine, zum Schulanfang passende Geschichten vor. In einem Ratespiel sollten sie Dinge, die in eine Schulmappe gehören, sortieren. Dabei wollte sie ein Störenfried negativ beeinflussen. Aber die Kinder waren konsequent und lehnten Handys, Lutscher und Spielsachen nachdrücklich ab. Auch ein Pirat trat auf und bedauerte, damals nicht zur Schule gegangen zu sein. Nur deshalb sei aus ihm nichts geworden und er müsste nun als Pirat sein Leben fristen. Unter dem Motto „Es ist niemals zu spät zum Lernen“ rieten ihm die Kinder doch noch Schreiben und Lesen zu lernen. Am Ende bekam jedes Kind eine Geschenktüte und ein Zeugnis zum erfolgreichen Abschluss des Kindergartens. Wir waren sehr dankbar für die Einladung und freuen uns auf weitere Besuche.

 


Freitag 5. Juni 2015


Stolpersteine im Bezirk

Es hat sich zu einer guten Tradition entwickelt: das Putzen der Stolpersteine im Bezirk. In Ermangelung von Stolpersteinen in der Großsiedlung, fuhren Ulrich Brettin und Tochter Lisa in den Mädewalder Weg 37. Schon bei der Verlegung dieser Stolpersteine im August 2011 durch den Künstler Gunter Demnig war die Abteilung IV zugegen. Der symbolische Akt der Steinreinigung soll das Vergessen der Opfer verhindern. Hier, im Mädewalder Weg 37, wohnten seit 1924 Else Fischl und ihre Tochter Ilse. Sie wurden gemeinsam mit den Eltern von Else Fischl am 04.03.1943 mit dem 34 Osttransport deportiert und in Auschwitz ermordet. Gerade diese Einzelschicksale der beiden Frauen, die im Alter von 51 und 24 Jahren zu Opfern wurden, berühren uns tief. Sie sollten in unserer Erinnerung stellvertretend für Millionen ermordeter jüdischer Mitmenschen für immer einen Platz einnehmen.


Montag 11. Mai 2015


Sicherheit im Wohn- und Geschäftsumfeld Arbeitstreffen lokaler und regionaler Akteure und Entscheider

Der Leiter des Polizeiabschnitts 62, Polizeidirektor Dr. Jörg Zähler, lud am 06. Mai 2015 zu einer Veranstaltung zum Thema „Sicherheit im Wohn- und Geschäftsumfeld“ in die Jugendfreizeiteinrichtung „IMPULS“ in der Rudolf-Leonhard-Straße 2 ein. Herr Boussel, der Präventionsbeamte der Polizei für unseren Bezirk, begann mit einer interessanten Statistik zur Kriminalität im Wohngebiet. Er berichtete vom Anstieg bestimmter Delikte. Dazu gehören Einbrüche in Einfamilienhäuser, Kellereinbrüche, KFZ-Diebstähle und der illegale Zigarettenhandel. Erfreulicherweise nehmen andere Straftaten etwas ab. So ist bei Wohnungseinbrüchen, Körperverletzungen und häuslicher Gewalt ein Abwärtstrend zu bemerken. Danach berichtete die Architektin und Mitarbeiterin des Landeskriminalamtes, Frau Hermannsdorfer, über die Zusammenhänge zwischen Kriminalität und baulichem Umfeld. In ihrem Vortrag „Städtebauliche Kriminalitätsprävention“ wurde dieses Problem deutlich. Dabei ging es besonders um verwahrloste und uneinsehbare Plätze und Ecken, die Treff- und Ausgangspunkt für Kriminelle werden könnten. Man sollte versuchen, rechtzeitig, also präventiv, dafür zu sorgen, dass solche Stellen nicht dem Sozialraum der Bürgerinnen und Bürger verloren gehen. Als dritter Referent war der Kriminalhauptkommissar von Strünck von der „Beratungsstelle Einbruchsschutz“ gekommen. In seinen Ausführungen informierte er über Gefahrenquellen und wirksame Schutzmöglichkeiten. Nach den Vorträgen wurden Fragen gestellt und von den Referenten kompetent beantwortet. Von den Kommunalpolitikern des Bezirkes waren nur je ein Mitglied der „Linksfraktion“ und der SPD-Fraktion, Ulrich Brettin, gekommen. Nach den Vorträgen begann erst die langanhaltende Ortsbegehung aller Teilnehmer. Auch der zuständige Beamte für die Verkehrslenkung im Bezirk, Herr Blauhut, begleitete uns. Aus seiner fachlichen Sicht bemängelte er die Vielzahl der BVV-Anträge zu Verkehrsberuhigungen. Während der Begehung konnten viele praktische Beispiele aus den zuvor gehörten Vorträgen entdeckt werden. Die besagten „Ecken“ der Verwahrlosung wurden gefunden. Unzureichende Beleuchtungen und fehlende Barrierefreiheit fördern ebenfalls die Kriminalität. Auch Herr Strünck zeigte uns an vielen Beispielen die Notwendigkeit einer Beratung. Dazu gehörten angekippte Fenster, ungesicherte Türen oder auch durch Pflanzenbewuchs uneinsehbare Balkone. Der Weg führte auch zur neuen Flüchtlingsunterkunft in der Schönnagelstraße, deren erste Container bereits stehen. Nach etwa drei Stunden endete die Veranstaltung wieder in den Räumen des „IMPULS“, bei dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wir uns herzlich für die Gastfreundschaft bedanken!


Montag 6. April 2015


„Lasst uns eine Brücke bauen“


Am Ostermontag fand der erste Marzahner Osterweg – für Toleranz und Verständigung unter dem schönen Titel „Lasst uns eine Brücke bauen“ statt. Eingeladen hatte Frau Dr. Renate Schilling, die Leiterin des Stadtteilzentrums Marzahn-Mitte. So begann auch dort der Osterweg. Nach der Eröffnung wurden die zahlreich erschienenen Gäste durch Pater Albert Krottenthaler und Pfarrer Ingolf Göbel begrüßt und zum Singen animiert. Die Geistlichen vertraten die katholische und evangelische Kirchengemeinde unseres Bezirkes. Erstaunlich war die hohe Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben den Mandatsträgern des Bezirkes waren viele Menschen gekommen, um Nächstenliebe und Menschenwürde zu unterstützen. Auch unsere SPD war durch Marlitt Köhnke, André Gaedecke und Ulrich Brettin vertreten. Leider „glänzte“ die Partei „Die Linke“ mit Mitgliedern des Bundestages, des Abgeordnetenhauses von Berlin und einer Stadträtin. Vom Stadtteilzentrum aus, setzte sich die „Prozession“ in Richtung der Römisch-Katholischen Kirche in Bewegung. Vor dem Gotteshaus wurde die Osterbotschaft verkündet. Danach führte der Spaziergang zur Dorfkirche Marzahn, in der ein kurzer Gottesdienst zelebriert wurde. Ungewöhnlich erschien zuerst die Musik, die zu Beginn des Gottesdienstes erklang. Die Klänge des Titels „Bridge Over Troubled Water“  von Simon & Garfunkel erfüllten zur Freude der Anwesenden die Kirche. In seiner Predigt stellte Pfarrer Göbel den Zusammenhang mit dem Osterwegthema her. Eine Brücke über das tosende Wasser wollen wir all denen bauen, die in Not sind und unsere Hilfe brauchen. Nach dieser Andacht bewältigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die letzten Meter zum Mühlenberg, um dort noch einmal zu singen und die Osterbotschaft zu empfangen. Danach wurde ein Mahl gehalten. Es gab Suppe, Brot vom Müller und die Kinder suchten am Mühlenberg nach versteckten Süßigkeiten. Damit ging die  Veranstaltung zu Ende. Sie war vielleicht auch deshalb angenehm, weil man nicht gegen etwas demonstrierte, sondern für etwas, nämlich für Nächstenliebe, Toleranz, Hoffnung, Menschenwürde, Hilfsbereitschaft, Barmherzigkeit und Verständnis für Menschen in Not.


Sonntag 22. März 2015


Zu Gast beim Verein Reistrommel e.V.

Schon oft berichteten wir vom traditionellen vietnamesischen Neujahrsfest, dem Tet-Fest, im Verein „Reistrommel e.V.“. Inzwischen ist die „Reistrommel“ umgezogen und hat ihr neues Domizil in der Coswiger Straße 5 gefunden. Über zwanzig Jahre leistet der Verein im Bezirk eine lobenswerte Integrationsarbeit, nicht nur für Menschen aus Vietnam. Die Einrichtung ist AZAV-zertifizierter Bildungsträger und bietet unterschiedliche Maßnahmen an, darunter Sprach- und Motivationskurse, Bewerbungstraining, Qualifizierungsplanung und vieles mehr. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zum Tet-Fest. Unter den Gästen waren mehrere SPD-Mitglieder, darunter Gordon Lemm, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV-Marzahn-Hellersdorf, der auch die Grußworte des Bürgermeisters überbrachte, sowie Elke Friedrich, Günther Krug, Ulrich Brettin und weitere Genossinnen und Genossen. Die Begrüßungsrede hielt der Migrationsberater der „Reistrommel“, Herr Phan Huy Thao, gefolgt von der Geschäftsführerin Tamara Hentschel. Das umfangreiche Kulturprogramm begeisterte die Gäste. Tanzgruppen und Gesangseinlagen wechselten sich ab. Insbesondere die Darbietungen der Kleinsten waren erfreulich. Lange hatten sich die Kinder auf ihren Auftritt vorbereitet und verbreiteten viel Freude, die durch langanhaltenden Beifall honoriert wurde. Nach diesen kulturellen Leckerbissen wurde das vietnamesische Büfett eröffnet. Bei Frühlingsrolle, Fleisch- und vegetarischen Gerichten und süßsaurer Suppe wurden viele Gespräche geführt. Die durch den Verein praktizierte erfolgreiche Integrationspolitik kann man nur loben. Wir waren gerne Gäste in der „Reistrommel“!


Donnerstag 12. März 2015


Rosenaktion zum Frauentag vor „Kaiser´s“


Am 07. März trafen sich Genossinnen und Genossen der Bezirks-SPD im Kreisbüro, um die Rosenverteilung zum Weltfrauentag vorzubereiten. Die Abteilung IV war mit Elke Friedrich, Jennifer Hübner und Ulrich Brettin ebenfalls dabei. Schon bald hatten wir die Informationskarten an den Rosen befestigt, so dass wir „sozialistische Hilfe“ leisteten und dem Alleinvertreter der Abteilung V unter die Arme greifen konnten. Ursprünglich war der hintere Ausgang des Eastgates unser Ziel. Da das Eastgate aber erst um 10:00 Uhr öffnet und wir bereits um 9:30 Uhr vor Ort waren, entschieden wir uns, den nur ein wenig weiter gelegenen Kaiser´s-Markt zu nutzen. Wie schon in den Jahren zuvor, wurden unsere Rosengaben von den Anwohnerinnen mit viel Freude und zum Teil überrascht entgegen genommen. Hin und wieder gab es auch interessante Gespräche mit den Bürgerinnen. Unsere SPD hat durch diese Aktion sicher noch mehr an Charme im Bezirk gewonnen.


Sonntag 15. Februar 2015


Fragt uns, wir sind die Letzten!

Am 29.01.2015 trafen sich auf Einladung der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Katrin Bernikas, Vertreter der BVV-Fraktionen und des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf mit den Mitgliedern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Treffpunkt war das Kaffee Engels im Freizeitforum Marzahn. Anwesend waren auch Überlebende aus der Zeit des Nazi-Terrors. Auch Gerhart Hehnert, über dessen Leben wir bereits im vorigen Jahr berichteten, war gekommen. Erfreulich ist, dass sich der inzwischen 87 jährige bester Gesundheit erfreut und von seinen immer noch erfüllten Leben erzählte. Als Sechzehnjähriger wurde er als sogenannter Halbjude ins Kalkbergwerk Miltitz bei Meißen verschleppt und musste dort unter furchtbaren Bedingungen arbeiten. Dann berichtete eine Frau, auch Mitglied des VVN, vom Leiden ihres Vaters. Dieser war 12 Jahre im Konzentrationslager und überlebte diese grausame Zeit. Frau Bernikas begrüßte die Gäste, unter ihnen Stefan Komoß, unseren Bürgermeister,  sehr herzlich. Nach einer musikalischen Darbietung von Schülern der Marzahner Musikschule ergriff der Sprecher des VVN-Büros Marzahn, Max Putziger, das Wort. Auch er ist Zeitzeuge und berichtete von den vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Die danach folgende Bezirksverordnetenversammlung begann mit einer Feierstunde für die Opfer des Faschismus. Die Worte des Gedenkens sprach der Ehrenvorsitzende des Child Survivors Deutschland e.V., Herr Horst Selbiger. Auch er erlebte die Schreckensherrschaft noch persönlich. Als Halbjude wurde er 1942, nachdem seine Schule geschlossen wurde, zur Zwangsarbeit verpflichtet und musste in einer Rüstungsfabrik als Tri-Wäscher schuften. Tri, das war eine hochgiftige Flüssigkeit mit der vollständigen Bezeichnung Tri-Chlor-Ethylen, die zur Metallreinigung verwendet wurde. Am 27. Februar 1943 wurde er im Zuge der berüchtigten „Fabrik-Aktion“ verhaftet. Im Sammellager umarmte er noch einmal und zum letzten Mal seine Esther, die er nie mehr wiedersehen sollte. In dieser Zeit entstand auch sein Zitat „Wir trösteten uns gegenseitig und waren uns nah wie nie zuvor“. In seiner Rede wies er auch darauf hin, dass sich nach dem Krieg unzählige Nazis in den Ämtern und Behörden der damaligen Bundesrepublik wiederfanden.